Zwischen Verwahrung –Asozialer“ und Beurteilung–“ – die Landesanstalt Bräunsdorf 1933-1945

Die Landesanstalt Bräunsdorf bei Freiberg wurde 1824 als Erziehungsanstalt für Kinder und Jugendliche gegründet. Wie zahlreiche ähnliche Einrichtungen wurde sie ab Herbst 1933 zur „Korrektionsanstalt“ umfunktioniert. Die Nationalsozialisten internierten hier in den Folgejahren zu „Asozialen“ deklassierte Jugendliche und Erwachsene. Neben drohenden Zwangssterilisationen für besonders „asoziale Elemente“ gehörte die permanente und entwürdigende Zwangsarbeit zum Alltag der Insassen. Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs und der Verlegung von Psychiatriepatienten nach Bräunsdorf wurde die Landesanstalt mehr und mehr zum Wirkungsort nationalsozialistischer „Rassenhygiene“.

Der Autor Christoph Hanzig beschäftigte sich im Rahmen seiner Masterarbeit mit der Landesanstalt Bräunsdorf. Basis seiner Arbeit waren Gespräche in der Arbeitsgruppe des Gedenkbuchprojekts für die sächsischen Opfer der NS-Euthanasie. Die Funktion der Bräunsdorfer Anstalt im Nationalsozialismus war bis dahin kaum erforscht. Der Verein Freiberger Zeitzeugnis e.V. ist Mitherausgeber des Buches.

Christoph Hanzig ist Mitarbeiter im Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung und beschäftigt sich dort hauptsächlich mit den Themen NS-Pressegeschichte sowie Euthanasie.

„Zwischen Verwahrung –Asozialer– und Beurteilung –Schwachsinniger–“ von Christoph Hanzig ist ab sofort im tredition Verlag oder alternativ unter der ISBN 978-3-7497-5886-9 zu bestellen. Der tredition Verlag hat es sich zum wichtigsten Ziel gesetzt, jungen und unbekannten Autoren die Veröffentlichung eigener Bücher zu ermöglichen, aber auch Verlagen und Verlegern eine Kooperation anzubieten. tredition veröffentlicht Bücher in allen Medientypen, vertreibt im gesamten Buchhandel und vermarktet Bücher seit Oktober 2012 auch aktiv.

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