Zweite Runde für die Praxiswochen 2011 im Offenburger Jugenddorf: Erst erfahren und erproben, dann entscheiden!

Zweite Runde für die Praxiswochen 2011 im Offenburger Jugenddorf: Erst erfahren und erproben, dann entscheiden!

In diesen Tagen findet der zweite Teil der Praxiswochen 2011 im CJD Jugenddorf Offenburg statt. Bei diesem einwöchigen Modul haben 125 Acht- und Neuntklässler aus allen 14 Förderschulen des Ortenaukreises die Möglichkeit, drei verschiedene Berufsfelder eigener Wahl intensiv kennen zu lernen. Das Projekt wird vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium kofinanziert.

„Das Besondere an unseren Praxiswochen ist es, dass sie sich ausschließlich an Förderschüler richten“, betont Silvia Müller, Ausbildungsleiterin im CJD Jugenddorf Offenburg. Gerade diese Jugendlichen haben oft nur minimale Vorstellungen vom Berufsleben und den damit verbundenen Anforderungen. Da Förderschüler zumeist eine gezielte, individuelle Förderung benötigen, können sie nach dem Schulabschluss häufig nicht direkt in eine Ausbildung überwechseln.

Ziel der Praxiswochen ist es, die Förderschüler bei der Berufsorientierung optimal zu unterstützen. Bereits während des ersten Moduls im Mai 2011 hatten die Jugendlichen eine Woche lang die Möglichkeit, täglich ein neues Berufsfeld aus Bereichen wie Technik, Ernährung, Gartenbau oder Wirtschaft zu erleben. In jedem Berufsfeld wurden anhand berufsspezifischer Aufgabenstellungen typische Tätigkeiten ausgeführt. So wurde beispielsweise im Berufsfeld Holz ein Nistkasten gebaut oder im Bereich Farbe eine Wand mittels Spachteltechnik kreativ gestaltet.

In der aktuellen Praxiswoche nehmen die Jugendlichen nun gezielt drei Berufsfelder unter die Lupe. „Der überwiegende Teil der Teilnehmer hat sich sehr auf diesen zweiten Teil gefreut“, berichtet Sarah Wandres, Koordinatorin der Praxiswochen im Offenburger Jugenddorf.

Pro Bereich sammeln die Schüler jeweils anderthalb Tage Praxiserfahrungen. Dabei werden sie von qualifizierten Ausbildern angeleitet und durch erfahrene Lehrkräfte begleitet und beobachtet. Die Erkenntnisse aus der Beobachtung sowie die Selbsteinschätzung der Jugendlichen werden anschließend miteinander besprochen und in einem Kompetenzprofil festgehalten. Diese Nachbereitung dient der Orientierung für die weitere Laufbahn und die Berufswahl der Schüler.

Durch die im Gegensatz zu früheren Aktionen nahezu verdoppelte Projektdauer und die Aufteilung in zwei einwöchige Module können die Förderschüler viel nachhaltigere Erfahrungen sammeln. „Fünf volle Arbeitstage zu erleben, fordert die Jugendlichen natürlich sehr. Andererseits bewegen sie sich damit schon sehr nah an der beruflichen Realität“, ergänzt Silvia Müller.

Die Praxiswochen 2011 finden im Rahmen der Berufsorientierung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) statt und werden kofinanziert aus Mitteln des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Unterstützt wird das Projekt auch vom Staatlichen Schulamt Offenburg.

Weitere Informationen unter:
http://www.cjd-offenburg.de