Um all diese Schwierigkeiten nach schweren Schicksalsschlägen meistern zu können, benötigt es kompetente Hilfe, Unterstützung, aber vor allem ein schnelles und unkompliziertes Zusammenspiel aus medizinischer und beruflicher Rehabilitation. Die Bedeutsamkeit zwischen der Vereinigung beider Aspekte im Genesungsprozess wird schon seit Jahren von zwei Einrichtungen in Cottbus mit Erfolg gelebt. Die RehaVita Cottbus als ambulante medizinische Rehabilitationseinrichtung kann mit ihrem multiprofessionellem Team aus Fachärzten und Therapeuten, der modernen Ausstattung an Trainingsgeräten, die Betroffenen nach ihrem Unfall wieder zu Leistungsfähigkeit und Selbstbestimmtheit verhelfen. Parallel dazu erfolgt die Arbeit mit der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH Cottbus als Partner für die berufliche (Re)Integration des Betroffenen, um gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln oder auch beim Weg zurück in die bisherige Tätigkeit zu unterstützen. Beide Einrichtungen stehen den Betroffenen auf dem Weg zurück in ihr altes Leben zur Seite. Dabei ist der regelmäßige und kompetente Austausch beider Einrichtungen über die Entwicklung des Betroffenen, dessen Gesundheitszustand, auftretenden Problemen oder erarbeiteten Zielen maßgeblich wichtig für den Erfolg. Ziel ist das der Betroffene am Ende des Weges wieder selbstbestimmt und selbstständig leben und arbeiten kann.
Im Zuge der Kooperationsarbeit fand in diesem Jahr erstmals der jährliche KompZ-BB MeH Mitarbeiterworkshop (Kompetenzzentrum für Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen Berlin-Brandenburg) der FAW gGmbH Cottbus, Berlin und Hennigsdorf in den Räumlichkeiten der RehaVita Cottbus statt. Dabei erhielten die Mitarbeiter/innen der FAW einen kleinen Einblick in das umfassende Leistungsspektrum und die psychologische Arbeit der RehaVita. Eindrucksvoll stellte zunächst Dipl. Neuropsychologe Herr Berger seine Fachkompetenz im Bereich der Hirnleistungsdiagnostik dar, welche er anschließend mit einer praktischen Einführung in das Hirnleistungstraining untermauerte. Im Anschluss daran erklärte seine Kollegin Dipl. Psychologin Frau Wenhold in einem lebhaften und anschaulichen Referat die Schwierigkeit der Krankheitsverarbeitung nach Unfällen und wie heilsam manch abstrakt wirkende Strategie sein kann. Abschließend erfolgte noch ein Rundgang durch die sich stetig erweiternde Rehaeinrichtung, welche von Herrn Reichel, dem ärztlichen Leiter der Neurologie durchgeführt wurde.
Die Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH hat sich unter anderen die Aufgabe gemacht, erkrankte Menschen bei der Integration in Arbeit Unterstützung zu leisten. Dabei werden die gesundheitlichen Einschränkungen abgewogen, passende Tätigkeiten / Berufsbilder erarbeiten und gemeinsam Betriebe akquiriert. Die FAW als Partner der Wirtschaft geht mit Arbeitgebern in einen direkten Austausch um Barrieren für gesundheitlich eingeschränkte Menschen so klein wie möglich zu halten.
Hilfe und Unterstützung leisten, steht in beiden Einrichtungen (der RehaVita und der FAW) im Vordergrund der täglichen Arbeit, damit Betroffene auf ihrem neuen Lebensweg unterstützt werden und gemeinsam in die Zukunft geblickt wird.