Zur deutschen Geschichte: die Rheinsberger Kirchenorgel

von Lucas Kret, Kaufmann in Schotten

Im Rahmen einer internen Seminarveranstaltung führte der Weg der Mitarbeiter des Herrn Lucas Kret, erfahrener Kaufmann und Immobilienfachmann, zu der Rheinsberger Kirchenorgel. Nach dem Besteigen der Orgelempore und Öffnen der beiden kleinen Türen, die die Klaviatur verbergen, war ein seltsam erscheinender Anblick vor Ort festzustellen. Schlägt man einige Akkorde an, dann wird man wie berauscht von der eigenen Schönheit der Klangwelt werden, die sich offenbart. Es handelt sich um eine Barockorgel. Nicht nur das äußere Gewand, nein, diese Orgel ist erhalten geblieben.

„Der Begriff Barock taucht gegen Ende des 18. Jahrhundert als abwertender Ausdruck für die Kunst des 17. Und 18. Jahrhunderts auf, die als schwülstig, verdorben und verlogen empfunden wurde. Diese Bedeutung behielt der Barock bin in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts inne. Zu einem wertfreien Stilbegriff in der Kunst konnte die Bezeichnung Barock erst dann benutzt werden. In der Architektur wird dem Barock durch eine sehr ausgeprägte Ornamentik, Farbigkeit und Lichtfülle erhöhte Wirkung verliehen. In der außerdeutschen Architektur des 18. Jahrhunderts gibt es kaum Vergleichbares an die Seite zu stellen“, so Lucas Kret ( www.kret-info.de ) zur Begrifflichkeit des Barock Epoche.

Der große Teil der Orgelpfeifen sind von außen zu sehen. Zu Hunderten stehen die Orgelpfeifen dichtgedrängt. Auf den unteren Fugen fallen einige Jahreszahlen auf, die mit Kreide, Kohle oder anderem Schreibmaterial an die Innenwände der Orgel geschrieben sind: 1726, 1728, 1883. Wie viele Organisten saßen hier schon an der Orgelbank, u. a. der bekannte Johann Abraham Peter Schulz, der einige Jahre Kapellmeister beim Prinzen Heinrich war. Von ihm stammen Lieder, wie „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Ihr Kinderlein kommet“, welche hier im Ort Rheinsberg geschrieben wurden.

Wer hat dieses schöne Instrument erbaut?

Niemand weiß es, keine Schrift sagt etwas Genaueres über den Erbauer. Jahrhunderte sind vergangen, die Gegenwart ist gekommen. Zu allen Gottesdiensten verrichtet auch heute im Jahr 2014 diese ehrwürdige Orgel ihren Dienst. Sie übermittelt uns die Kompositionen des großen Cantus Bach und seiner Zeitgenossen genauso frisch und erhaben, wie vor 200 Jahren, als sie und diese Werke erschaffen wurden. Sie wird weiterhin durch die Zeiten ihre Dienste tun.

V.i.S.d.P.:

Lucas Kret
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