Zufriedenheit deutscher Arbeitnehmer vor, während und nach der Krise

Fulda, 18. Juli 2011 – Seit nunmehr vier Jahren lässt die JOB AG einmal pro Quartal deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu ihrer Zufriedenheit am Arbeitsplatz befragen. Auf einer Skala von 1 (= sehr schlecht) bis 10 (= sehr gut) bewerten die Berufstätigen ihre Stimmungslage. Jetzt liegen die Ergebnisse aus dieser Langzeitanalyse als „Arbeitsklima Index Studie“ vor. Die Arbeitsklima-Analyse steht allen Interessierten unter www.job-ag.com/arbeitsklima-index kostenlos zur Verfügung.

Die von tns emnid im Auftrag der JOB AG durchgeführten Befragungen deutscher Berufstätiger startete im ersten Quartal 2008 und endete mit dem Ergebnis des vierten Quartals 2010. In die Analyse flossen die Daten der zwölf Quartale und 36 Monate dieser drei Jahre ein. Wie veränderte sich die Zufriedenheit von Angestellten, Beamten, den unter 30-jährigen oder Beschäftigten mit einem niedrigen und hohen Bildungsabschluss? Diese und weitere Informationen sind in der 3-Jahres-Analyse aufgeführt, die auch über das Jahr 2011 hinaus fortgeführt werden.

Ãœberraschendes Ergebnis
Auf der Skala von 1 bis 10 liegt der Wert der Zufriedenheit seit dem ersten Quartal 2008 bis einschließlich des vierten Quartals 2010 im Durchschnitt bei 7,5 Punkten. Dieses positive Dauerergebnis setzt sich aus einem stabilen Pendeln der Antworten aller Befragten über alle Jahre zwischen 7,6 und 7,4 zusammen. Der niedrigste, in diesem Zeitraum gemessene Quartalseinzelwert war 7,4, der höchste Einzelwert 7,7.

Worauf ist dieser Zufriedenheitswert zurückzuführen? Was sind die Faktoren, die dafür sorgen, dass sich deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplätzen wohlfühlen? Auch das wurde in den vergangenen drei Jahren kontinuierlich beobachtet. Aus einer Reihe von Faktoren konnten die Befragten auswählen, welche ihnen die Wichtigsten waren. Die Frage hierbei lautet: „Was beeinflusst ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz derzeit am meisten?“.

Auch hier gibt es eine weitere Überraschung. Das von vielen Experten als mögliche Spitzenantwort vermutete Kriterium „Gehalt“ rangiert mit durchschnittlich 42 Prozent der Nennungen über alle Jahre hinweg nur auf Platz drei der wesentlichen Einflussfaktoren auf die Arbeitszufriedenheit. Mit einem Wert von durchschnittlich 55 Prozent der Nennungen über alle drei Jahre hinweg dominiert das „Arbeitsklima“ die Spitze, wenn es um Arbeitszufriedenheit geht. Ebenfalls stabil auf Platz zwei mit einem Durchschnittswert von 43 Prozent der Nennungen liegen die „Aufgaben“, die am Arbeitsplatz eben nicht nur als Belastung, sondern als Herausforderung und inhaltliche Anreicherung für das Wohlbefinden gesehen werden. Auf der Position vier bei allen Befragten liegt mit einem Dreijahresdurchschnittswert von 30 Prozent der Nennungen die „Sicherheit des Arbeitsplatzes“.

„Die Ergebnisse der Befragung deuten auf ein hohes Maß an innerer Stabilität des Wirtschafts- und Sozialsystems der Bundesrepublik Deutschland hin“, so Stefan Polak, Vorstand der JOB AG. „Die Menschen haben auf der einen Seite Vertrauen in die Wirtschaftslage, auf der anderen Seite scheinen sie aber auch durchaus auf die Verlässlichkeit der Unternehmen und Arbeitgeber zu setzen. Die Kombination aus „Kurzarbeitergeld“ und Festhalten vieler Unternehmen an ihrem Mitarbeiterstamm auch in der Krise hat mit Sicherheit zu diesem positiven Gesamtergebnis beigetragen.“

Die Befragung
Die Ergebnisse sind Durchschnittswerte aus drei Jahren Arbeitsklima-Befragung von tns emnid, Bielefeld, im Auftrag der JOB AG. Das Unternehmen befragte dazu kontinuierlich über 1.100 ausgewählte berufstätige Frauen und Männer aus allen Regionen, Altersgruppen und Bildungsschichten in Deutschland. Im nunmehr vierten Jahr erhebt tns emnid diesen Wert repräsentativ und unabhängig in der berufstätigen Bevölkerung.