Trotz der Meldung von Lael Brainard, Vizechefin der Fed (Amerikanische Notenbank), die Zinsen sanfter steigen zu lassen, halte ich es für zu verfrüht. Wie ich schon hier ein erstes Mal darauf eingegangen bin, ist es notwendig, die Zinsen mindestens um einen längeren Zeitraum über der Teuerungsrate zu halten, da die Auswirkungen der Zinserhöhung jeweils bis zu 2 Jahren verzögert auftreten können. Senken die Notenbanken den Zinssatz zu früh, schnellt die Inflationsrate wieder nach oben. Das will keiner.
Christine Lagarde, Ihrerseits Präsidentin der EZB, hat die notwendige Vorgehensweise bereits verstanden, ebenso die BoE (Bank of England). Beide werden den Zinsatz am 02.02.23 wieder um 50 Basispunkte anheben. Natürlich muss man dagegen halten, dass ein zu starkes Ansteigen des Refinanzierungssatzes die teils noch gut funktionierende Wirtschaft abwürgt.
Nicht ganz einfach.
Beste Grüße und schon jetzt ein schönes Wochenende
Ihr Michael Müller