Der deutschen Rüstungsindustrie winken Aufträge in Milliardenhöhe aus dem Nahen Osten: Das Emirat Katar, Ausrichter der Fußball-Weltmeisterschaft 2022, will in den nächsten sieben Jahren weitere 118 „Leopard“-Panzer sowie 16 „Panzerhaubitzen 2000“ ordern. Das erfuhr die „Bild am Sonntag“ aus katarischen Regierungskreisen. Beide Waffensysteme werden von den deutschen Firmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) und Rheinmetall hergestellt. KMW hatte kürzlich bestätigt, dass Katar zunächst 62 „Leopard“-Panzer und 24 „Panzerhaubitzen 2000“ für insgesamt 1,89 Milliarden Euro bestellt hat. Darin enthalten ist neben zwei Fahrschulpanzern ein umfangreiches Logistik-Paket für Schulung und Wartung/Instandsetzung, das die geplante Nachbestellung der Panzer und Haubitzen bereits mit abdecken soll. Konkreter als bekannt ist laut Informationen von „Bild am Sonntag“ auch das Interesse Saudi-Arabiens am Kauf von 800 „Leopard“-Panzern. Die Beschaffung der 800 Kampfpanzer steht auf der „National Defense Projects“-Liste des Königreichs. Die von König Abdullah ibn Abd al-Aziz persönlich bestätigte Liste enthält die strategischen Rüstungsvorhaben des Landes. Für den Kauf der 800 „Leopard“-Panzer werden im saudischen Staatshaushalt 87 Milliarden Saudi-Rial (rund 17,8 Milliarden Euro) vorgehalten. Darin enthalten ist eine komplette Ersatzteil-Fabrik in dem Wüstenstaat. Waffenexporte an die autokratischen Regime von Saudi-Arabien und Katar sind umstritten. Beide Länder hatten sich 2011 mit Panzern und Soldaten an der Niederschlagung von Protesten in Bahrein beteiligt.
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