Staatssekretär im Bundeskanzleramt für die Belange der Geheimdienste wird nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstagsausgabe) Klaus-Dieter Fritsche (CSU). Das Amt wird wegen der Erfahrungen mit der NSA-Affäre neu geschaffen. Fritsche stammt aus Bamberg. Der 60-Jährige war von 1995 an Büroleiter des damaligen bayerischen Innenministers Günther Beckstein. 1996 wurde Fritsche Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. 2005 übernahm er als Abteilungsleiter die Koordinierung der Nachrichtendienste des Bundes im Bundeskanzleramt. Seit November 2009 ist er beamteter Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Sonntag angekündigt, den neuen Staatssekretär-Posten einrichten zu wollen. „Das ist eine Konsequenz aus der NSA-Angelegenheit oder -Affäre“, sagte Merkel. Mit der neuen Stelle solle auch der Bedeutung der Geheimdienste für die Arbeit der großen Koalition Rechnung getragen werden. Der Staatssekretär werde „in die Kette der Berichte“ an den für die Dienste zuständigen Kanzleramtschef und an das Parlamentarische Gremium zur Kontrolle der Geheimdienste eingebunden. Wer das Amt übernehmen wird, wollte Merkel am Sonntag aber noch nicht mitteilen.
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