Zeitgemäß, energieeffizient, kostengünstig: BBA-Tagung beleuchtet Chancen des seriellen Wohnungsbaus

Mehr als nur die altbekannte „Platte“: Zeitgemäße, preisgünstige und energieeffiziente Bauprojekte lassen den seriellen Wohnungsbau im Spannungsfeld der steigenden Baukosten und wachsender Wohnraumnachfrage an Bedeutung gewinnen. Die Tagung der BBA am 16. September 2015 bündelt deshalb aktuelle Erkenntnisse aus der immobilienwirtschaftlichen Praxis. Renommierte Referenten zeigen zukunftsorientierte Projekte und Lösungen auf und nehmen Bauverfahren und Baumaterialien unter die Lupe.

Als Einführung in die Thematik erhalten die Teilnehmer einen Überblick über die Geschichte des standardisierten Wohnungsbaus und die dabei verwendeten Elemente, Verfahren und Materialien. Anschließend wendet sich die Veranstaltung aktuellen Praxisbeispielen zu. So werden bereits realisierte Baukonzepte der schweizer Baugenossenschaft Zurlinden eG zu bezahlbarem Wohnraum unter Berücksichtigung der 2000-Watt-Gesellschaft vorgestellt. Dieses Modell sieht eine Senkung des Energieverbrauchs um zwei Drittel vor. Weiterhin werden serielle Bauprojekte präsentiert, die beispielsweise durch eine Bauweise mit vorgefertigten Holzelementen verwirklicht wurden. Einen Ausblick in die Zukunft vermittelt Prof. Thomas Bock, Lehrstuhl für Baurealisierung und Baurobotik der Fakultät für Architektur der Technischen Universität München, der erforscht, wie Bauen zukünftig automatisch gelöst werden kann. Seine Ausführungen beinhalten innovative, internationale Beispiele zur Automatisierung von Bauprozessen.

Die Inhalte der Vorträge bilden den Ausgangspunkt der anschließenden Podiumsdiskussion. Sie widmet sich unter anderem folgenden Fragen: Wie ästhetisch kann der serielle Wohnungsbau bei gleichzeitiger Kostenreduktion sein?
Welche Folgekosten können am Objekt entstehen? Welche Materialien und Bauverfahren sind zu bevorzugen? Zu diesen und weiteren Fragen stehen die Referenten den Teilnehmern Rede und Antwort.