Yones Pro ist da – das Spotify für die deutsche Verlagsbranche

Die Musikbranche hat es in den letzten Jahren vorgemacht: neue Geschäftsmodelle verdrängen zunehmend die klassischen Anbieter. Spotify hat es dabei geschafft ein Pay-Modell für digitale Musikinhalte zu etablieren und somit ein wichtiges Problem für die Musikbranche gelöst. Laut eigenen Angaben hat das Unternehmen mit seinem Angebot in 2014 40 Mio. Nutzer erreicht, wovon 10 Mio. Nutzer zahlende Abonnenten sind.

Die deutsche Verlagsbranche braucht neue Impulse

Auch in der deutschen Verlagslandschaft rumort es kräftig. So sind immer stärkere Diversifizierungstendenzen zu beobachten und es werden zunehmend Formate veröffentlicht, die stärker an kleinere Zielgruppen und deren Interessen angepasst sind. Die Verlage kämpfen hierbei mit einer passgenauen Zielgruppenausrichtung, denn eine zu stark spezialisierte Zielgruppe ist meist nicht wirtschaftlich. Zusätzlich werden breit aufgestellte Titel immer unattraktiver, wie der Niedergang der Auflagen von FAZ und SZ beweisen. Dabei interessieren sich nach einer AGOF Studie aus 2012 etwa 35 Mio. Internetnutzer für Online-Nachrichten, wodurch sich ein Marktpotenzial von ca. 2 Mrd. Euro p.a. in Deutschland ergibt.

Ein Abo-Modell für kostenpflichtige Inhalte

Dieses Potenzial möchte nun der News-Aggregations-Service Yones in Angriff nehmen. Das Unternehmen hat eine Android-App entwickelt, die ähnlich wie Spotify Premium funktioniert. Der Kunde erhält für 4,99 Euro pro Monat unbeschränkten Zugriff auf frei verfügbare und kostenpflichtige Inhalte der Kooperationsverlage. Yones Pro unterstützt dabei den Nutzer, indem es Nachrichten aggregiert und personalisiert. So erhält der Kunde aufbauend auf seinen Lesegewohnheiten weitere Leseempfehlungen. Um seinen Kunden die kostenpflichtigen Inhalte zur Verfügung stellen zu können, zahlt Yones Lizenzen an seine Kooperationsverlage.