Kleinkind- und
Müttersterblichkeit weiter dringendes Thema auf politischer Agenda
Eine Delegation von europäischen und internationalen CEOs und
ehrenamtlichen Vorständen der Kinderhilfsorganisation World Vision
hat sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel getroffen. Kevin Jenkins,
Präsident von World Vision International, übergab Frau Merkel einen
Seidenschal, der in einem von World Vision finanzierten
Mikrokredit-Projekt in Kambodscha hergestellt wurde. Jenkins betonte:
„Dieser Schal wurde von einer jungen Mutter, namens Ouch Sophanna
hergestellt. Seit drei Jahren ist sie Mitglied einer
Mikrokredit-Gruppe in Kambodscha und ich soll Ihnen ausrichten, dass
Entwicklungszusammenarbeit wirklich funktioniert. Bevor Ouch die
erste Rate des Kredites bekam, lebten sie und ihre Familie von der
Hand in den Mund. Heute verdient sie etwa 30 Euro am Tag und
beschäftigt 15 Leute. Sie war in der Lage alle, Kredite
zurückzuzahlen. Dieses Geld wird nun an andere bedürftige Personen
ausgegeben, die damit eine selbständige Tätigkeit aufbauen können.“
Christoph Waffenschmidt, Vorstandsvorsitzender von World Vision
Deutschland erläuterte die World Vision-Kampagne „Gesunde Kinder
Weltweit“ und machte in dem Zusammenhang deutlich, dass es weiterhin
wichtig sei, gegen die nach wie vor hohe Kleinkind- und
Müttersterblichkeit zu kämpfen. Er bat Frau Merkel hierbei um
Unterstützung. Waffenschmidt erläuterte: „Wenn weiterhin mehr als 8
Millionen Kinder unter fünf Jahren in den Entwicklungsländern
sterben, ist das ein Zustand, der nicht hinnehmbar ist. Frau Merkel,
wir bitten Sie, sorgen Sie weiterhin in den entsprechenden Gremien
und auf den wichtigen Gipfeln, wie z. B. den G8- und G20-Gipfeln
dafür, dass diese Themen auf die Agenda kommen.“
Die Bundeskanzlerin versicherte, dass sie sich der Problematik
bewusst sei und ihr die Gesundheit von Kleinkindern und Müttern
besonders am Herzen läge. „Ohne gesunde Kinder und ihre Mütter hat
ein Land keine Zukunft“, so Merkel. Sie werde sich dafür einsetzen,
dass die schwächsten Mitglieder unserer Weltgemeinschaft nicht
vergessen würden.
World Vision arbeitet in fast 100 Ländern weltweit und unterstützt
in den Entwicklungsländern vorwiegend Menschen, die in den ärmsten
Regionen leben. Durch langfristige Entwicklungszusammenarbeit, die in
der Regel über 15 Jahre läuft, sollen die Menschen dazu bewegt
werden, aus eigener Kraft heraus ihr Leben zum Positiven zu
verändern. World Vision sieht sich hierbei als Partner.
http://www.worldvision.de/unsere-arbeit-wie-wir-arbeiten-entwicklu
ngsarbeit-mit-patenschaften.php
HINTERGRUND
World Vision Deutschland e.V. ist ein christliches Hilfswerk mit
den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit,
humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaftsarbeit. Im
Finanzjahr 2009 wurden 239 Projekte in 48 Ländern durchgeführt. World
Vision Deutschland ist Teil der weltweiten World
Vision-Partnerschaft. www.worldvision.de
Pressekontakt:
Pressestelle World Vision Deutschland, Tel.: 06172 763-151 oder -153
oder -155. Fotos sind über die Pressestelle abrufbar.