Wolfgang Clement, von 2002 bis 2005
Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, hat sich im Interview mit
dem DAF gegen die Erhebung einer Brennelementesteuer ausgesprochen.
Im Talk mit Dr. Jünemann sagte er: „Die Brennelementesteuer ist
wirklich falsch.“ Zur geplanten Luftverkehrsabgabe: „Eine
Luftverkehrsabgabe allein auf nationaler Basis halte ich für
grundverkehrt.“ Ein noch größerer Dorn im Auge ist Clement die
Solarförderung in Deutschland, die an „ökonomischer Absurdität nicht
zu überbieten“ sei.
Kein gutes Haar gelassen hat Clement auch am Verhalten der
Politik: „Wir haben immer noch keine Vereinbarungen in Blick auf eine
Finanzmarktregulierung. Wir brauchen Eigenkapitalregeln und eine
vernünftige Aufsicht. Die Haftung der Banken muss klar sein.“ Unterm
Strich sei die Reaktion der Politik auf die Finanzmarktkrise „nicht
ausreichend“. „Im Casino wird wieder gut gespielt, teilweise immer
noch mit öffentlichem Geld.“
Mit Blick auf die Konjunktur in Deutschland sagte Clement: „Die
Wirtschaft läuft gut, aber die muss man jetzt nicht stimulieren durch
weitere Konjunkturprogramme, für die kein Geld da ist.“ Dennoch steht
für Clement fest: „Wir brauchen einen Push für die deutsche
Wirtschaft. Wir müssen dauerhaft ein höheres Wirtschaftswachstum
erreichen.“
„Man wird die heutige Altersgrenze nicht mehr einhalten können.
Ich bin sicher, dass wir im Jahr 2050 bei 69 oder 70 sein werden“, so
Clements Fazit hinsichtlich der aktuellen Diskussion um die Erhöhung
des Renteneintrittsalters. „Es ist doch verrückt, wenn einem Menschen
mit 70 Jahren, der noch laufen und denken kann, gesagt wird, du
sollst nicht mehr arbeiten.“
Das vollständige Interview mit Wolfgang Clement steht als Video on
Demand unter www.daf.fm zum Abruf bereit. Darin erläutert Clement
unter anderem, wie er privat mit der Finanzmarktkrise umgeht und wie
er über die Arbeit von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle
denkt.
Pressekontakt:
Deutsches Anleger Fernsehen
Harald Scholl
Kressenstein 15
95326 Kulmbach
Tel: 092219051600
Mail: info@daf.fm