(NL/8546254758) Hamburg, 06. November. Deutschlands Immobilienmarkt zeigt sich in der bisherigen Krise robust. Insbesondere Objekte in Top-Lagen sind bei Investoren begehrt, stehen jedoch kaum noch zur Verfügung. Während Experten den Bereich Wohnimmobilien weiter positiv bewerten, trüben sich die Erwartungen für Gewerbeimmobilien laut einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) ein. Demnach gehen rund ein Drittel der Befragten von zunehmenden Leerstandsquoten aus. Für Wohnimmobilien erwarten Marktteilnehmer hingegen eine steigende Nachfrage. Eine Bestandsaufnahme beider Märkte.
Markt für Wohnimmobilien
Deutsche Wohnimmobilien verzeichnen seit einigen Jahren deutliche Preisanstiege. Insbesondere in Ballungszentren wie bspw. Hamburg und München übersteigt das Angebot bei Weitem die Nachfrage. Aktuell fehlen dort 15.000 respektive 31.000 Wohnungen. Mit Quoten von 1,4 bzw. 1,8 % gibt es in beiden Städten nahezu keinen Leerstand, erklärt Lahcen Knapp, Geschäftsführer der One Group. Das Hamburger Unternehmen ist auf die Projektentwicklung von Wohnimmobilien spezialisiert.
In der Hansestadt legten die Preise für Eigentumswohnungen zwischen 2003 und 2011 laut Institut für Wirtschaftsforschung (IW) um 31 % zu, in München um 23 %. Diese Zahlen sind jedoch nur eine Seite der Medaille. Während die Preise in den Metropolen von Rekord zu Rekord eilen, werden sogenannte Unterzentren und ländliche Regionen zunehmend abgehängt. Dem Immobilienverband Deutschland (IVD) zufolge fielen die Preise hier in den letzten 10 Jahren um 30 %. Eine weitere Ausdifferenzierung der Märkte und entsprechend auch der Immobilienpreise halte ich für ein realistisches Szenario, so Knapp. Investoren suchen in den Ballungszentren insbesondere Immobilienprojekte im Core-Bereich. Dies drückt sich auch im Transaktionsvolumen aus. In den ersten drei Quartalen lag dieses bei über 8 Mrd. Euro und somit fast doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Für 2012 erwarten Experten ein Gesamtvolumen von mindestens 10 Mrd. Euro in diesem Segment.
Markt für Gewerbeimmobilien
Um das Risiko von Mietausfällen zu reduzieren, suchen Investoren auch im Segment der Gewerbeimmobilien vor allem nach Core-Objekten: z. B. Büros und Shoppingcenter, die in der Innenstadt liegen und über möglichst langläufige Mietverträge verfügen. Hier ist das Angebot ebenfalls begrenzt. Daher kommt es immer seltener zu Abschlüssen, erklärt Knapp. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres lag das Transaktionsvolumen mit 14,5 Mrd. Euro rund 14 % unter dem Vorjahreswert. Fast 7 Mrd. Euro entfielen auf die sogenannten Big five Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Hier fiel der Rückgang des Investmentvolumens mit 6 % deutlich geringer aus als am gesamtdeutschen Markt. In Bezug auf das Transaktionsvolumen belegt München mit 2,21 Mrd. Euro den ersten Platz, gefolgt von Berlin mit 1,87 Mrd. Euro, Hamburg mit 1,26 Mrd. Euro, Frankfurt mit 1,13 Mrd. Euro und Düsseldorf mit 0,51 Mrd. Euro. Verstärkt nachgefragt waren insbesondere Büroimmobilien, auf die knapp 6,7 Mrd. Euro bzw. 46 % der Investments entfielen, führt Knapp aus. Die höhere Nachfrage spiegelt sich auch entsprechend in der Leerstandsquote wider, die auf aktuell rund 9 % fiel.
Trotz dieser positiven Momentaufnahme stellen sich Immobilienprofis im Bereich Gewerbeimmobilien auf härtere Zeiten ein. Für das Expertenpanel Immobilienmarkt befragt das BBSR in Bonn zweimal jährlich Projektentwickler, Makler, Finanzierer und andere Marktteilnehmer. Hier zeigt sich eine Trendumkehr der bislang eher positiven Grundstimmung. Ursache hierfür sind gedämpfte Konjunkturaussichten und die Euro-Krise, so Knapp. 39 % der Befragten erwarten für Bürohäuser eine sinkende Nachfrage doppelt so viele wie noch im Frühjahr. Zudem gehen 34 statt damals 24 % von wachsenden Leerständen aus. Trotz Stimmungsabschwung ermittelte das BBSR-Expertenpanel auch einen Lichtblick. Während sich die Konjunkturerwartungen im Gewerbeimmobilienmarkt eintrüben, weist der Wohnimmobilienmarkt laut Studie sowohl bei der Nachfrage als auch bei den Mieten deutlich positive Perspektiven aus.
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