Veränderungsfeindliche Mentalität in Deutschland
verhindert Großprojekte
Das Scheitern der Münchner Olympiabewerbung ist auch auf die
mangelhafte öffentliche Unterstützung der Bewerbung in Deutschland
zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt eine wissenschaftliche
Untersuchung des European Institute for Media Optimization (EIMO).
EIMO hat eine repräsentative Stichprobe der deutschen Bevölkerung
nach ihren Ansichten zur Olympiabewerbung befragt. Danach waren zwar
knapp drei Viertel der Deutschen dafür, die olympischen Winterspiele
2018 nach Deutschland zu holen. Gleichzeitig aber lehnen 40 Prozent
der Deutschen Investitionen oder Neubauten für solche sportlichen
Großveranstaltungen ab.
Aber selbst unter den wintersportbegeisterten Unterstützern der
Bewerbung meint nahezu jeder Dritte, man solle für sportliche
Großveranstaltungen keine neuen Anlagen bauen und dann lieber auf die
Austragung solcher internationalen Sportwettbewerbe in Deutschland
verzichten.
„Eine so zurückhaltende Unterstützung für die Olympiabewerbung
werden Sie in den meisten Ländern, die mit Deutschland um die
Ausrichtung der Spiele konkurrieren, niemals finden“, so Professor
Dr. Gregor Daschmann vom Institut für Publizistik der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz, der die Studie konzipiert hat. „Selbst
wenn man berücksichtigt, dass die Gründe, warum IOC-Mitglieder für
oder gegen eine Bewerbung votieren, nur wenig transparent sind – dass
bei einer solchen Gemenge-Lage dann das eine oder andere IOC-Mitglied
seine Stimme gegen Deutschland abgibt, mag kaum verwundern.“ Das
Phänomen sei nicht nur auf den Sport beschränkt. „Was wir hier
beobachten, ist eine grundlegende veränderungsfeindliche Mentalität“,
sagte Daschmann. „Wir sind in Deutschland nicht genug bereit,
Veränderungen zu wagen. Wir wollen alles, aber wir scheuen das Risiko
des Wandels.
Die von EIMO beauftragte Befragungsstudie wurde von Prof. Dr.
Daschmann konzipiert und von Forsa durchgeführt. Das Europäische
Institut für Medienoptimierung (EIMO) hat die Aufgabe Unternehmen und
Verbände durch wissenschaftlich fundierte Konzepte auf die
Kommunikationsplattformen der Zukunft vorzubereiten. Mehr
Informationen unter: http://www.eimo.org
Pressekontakt:
European Institute of Media Optimization
Stralauer Allee 8
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