Europa hat Asien als eine wichtige Region erkannt, um künftigen wirtschaftlichen Erfolg zu sichern. Top Priorität in der europäischen Wirtschaftspolitik ist es, besseren Zugang zu Asiens Märkten zu erlangen, die zu den größten und schnellstwachsenden der Welt zählen. Es wurden mittlerweile mehrere Free Trade Agreements (FTA) mit asiatischen Ländern abgeschlossen. Am 1.1.2010 wurde das ASEAN-China (ASEAN+1) FTA gegründet. Zwischenzeitlich gibt es ähnliche Abkommen mit Japan und Südkorea. Ohne Zweifel wird der Trend zu Handelsabkommen zwischen der EU und Asien zunehmen.
Eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Republik China (Taiwan) und der Europäischen Union, wäre für beide Seiten vorteilhaft. Taiwan spielt eine integrale Rolle in der ostasiatischen Wirtschaft und könnte der EU als eine ideale Grundlage dabei helfen, die Handelsbeziehungen in der Region ausbauen. Begünstigend ist auch die Tatsache, dass Taiwan ähnliche Standpunkte wie die Europäische Union vertritt, in Sachen Menschenrechte, Demokratie, Arbeits- und Wirtschaftsstandards sowie dem Klimawandel.
Die EU kann Taiwan als Sprungbrett in China nutzen. Taiwan hat bereits viele wirtschaftliche Beziehungen mit dem chinesischen Festland geknüpft, bestes Beispiel ist die jüngste Unterzeichnung des „Cross-Straits Economic Cooperation Framework Agreement“ (ECFA).
Darüber hinaus hat Taiwan viele Verbindungen mit den Mitgliedstaaten im Rahmen der „Association of Southeast Asian Nations“, dank seiner zahlreichen Investitionsvorhaben innerhalb der ASEAN geschmiedet. Taiwan ist auch ein weltweit führendes Land in der Informations- und Kommunikationstechnologie. Somit würde eine wirtschaftliche Vereinbarung zwischen Taiwan und der EU zweifellos enorme Vorteile für beide Seiten bringen.
Ein Taiwan-EU-Wirtschaftspakt würde den europäischen Unternehmen einen leichteren Zugang zu dem chinesischen Festland verschaffen, allein schon wegen der ECFA, welches Juni letzten Jahres vereinbart wurde.
Europas Telekommunikations-, Automobil-, Finanz- und Medizin-Bereich könnten enorme Vorteile aus einem Pakt mit Taiwan ziehen.
Viele EU-Staaten haben bereits angedeutet, dass sie eine wirtschaftliche Vereinbarung mit Taiwan unterstützen würden.
Zusammengefasst nennt Taiwan fünf Hauptgründe, die für ein Wirtschaftsabkommen zwischen Taiwan und der EU sprechen:
1. Starke Makroökonomische Fundamente – Taiwans Wachstumsaussichten und Marktpotential entsprechen den „Global Europe“ Kriterien für FTA Partner.
2. Ideale Herstellungs- und Innovationspartnerschaften – die ökonomischen Synergien zwischen Taiwan und der EU werden für ein langfristiges Wachstum und eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit der EU sorgen.
3. Bereitschaft für tief greifende Reformen – Der Abbau der Zollbarrieren, sowie die Einführung anderer regulierender Maßnahmen, werden den Weg für Marktzugang und Wachstum bereiten.
4. Beispielloser Zugang zum „Greater China“ – die Vollendung des ECFA wird europäischen Firmen in Taiwan erlauben, mit sicherer Grundlage den festlandchinesischen Markt zu erobern.
5. Stabiles geopolitisches Umfeld – die beständige Entwicklung des Handels auf beiden Seiten der Taiwanstraße garantiert ein stabiles Umfeld, um die Präsenz der EU in Taiwan, auf dem chinesischen Festland und der asiatisch-pazifischen Region auszuweiten.
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