Windindustrie erwartet weiteres Wachstum in Norddeutschland – Stärkung des Arbeitsmarkts

Strom aus norddeutschen Windkraftanlagen erobert
einen immer größeren Anteil am Gesamtstrommarkt. Das sagte der
Präsident des Bundesverbandes Windenergie, Hermann Albers, in der
Sendung „NDR aktuell“ im NDR Fernsehen. Der Ausbau der Windkraft
werde künftig eine tragende Säule des Klimaschutzes sein. Damit
würden sich auch zusätzliche Möglichkeiten für den Arbeitsmarkt
bieten. „Die Windkraftindustrie ist eine der großen Chancen, denn wir
sind Exportweltmeister im Bereich der Windenergie. Daran kann
natürlich der Norden mit seinen Herstellern besonders teilhaben und
profitieren“, so Albers. Er erwartet in den kommenden Jahren einen
weiteren Anstieg.

Schon jetzt seien bundesweit 100.000 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in der Branche tätig. „Wir gehen davon aus, dass bis 2050
spätestens der gesamte Strom aus erneuerbaren Energien bereitgestellt
wird. Darunter wird die Windkraft eine Anteil von 70 bis 80 Prozent
haben können“, so Albers. Bedauerlich sei, dass der Ausbau von
Offshore-Anlagen langsamer vorankomme als erwartet. So werde
deutlich, dass die Nutzung der Windkraft an Land zusätzliche
Bedeutung haben werde, um die Ziele der Bundesregierung beim
Klimaschutz zu erreichen.

Als wesentliches Element komme jetzt das sogenannte Repowering
hinzu. Viele Anlagen aus den 90er-Jahren müssten durch neue
Technologien ersetzt werden, was zusätzlichen Finanzbedarf erfordere.

29. Juli 2010/IB

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