Wie funktioniert der Markt? Seriöse Anlageberater und Wirtschaftsethik im Finanzmarkt – von Lucas Kret, Kaufmann

Gold gilt als Krisenbarometer

Neben Immobilien zählen Gold und Edelmetalle wie auch andere Rohstoffe mittlerweile zu den inflationssicheren Anlagen. Anhand des Goldes wurde von jeher beobachtet, wie weit eine Krise fortschreitet. Gold gilt als Krisenbarometer. Neben Anleihen und Aktien tragen Gold, Edelmetalle oder andere Rohstoffe zu einer Gesamtstabilisierung des Anlageportfolios bei. Rohstoffe weisen ein hohes Gewinnpotential auf.

Je mehr Menschen sich weltweit gut ernähren wollen, desto größer wird die Nachfrage nach Mais, Weizen oder Zucker. Insbesondere Zucker wird immer dann gefragt, wenn der allgemeine Wohlstand steigt. Dies ist z. B. in China und in Indien der Fall. Experten weisen darauf hin, dass die Weltbevölkerung Jahr für Jahr um 70 Millionen Menschen zunimmt, die weltweite Produktion von Agrarrohstoffen jedoch in den vergangenen Jahren eher stagniert ist. Studien haben ergeben, dass die heutigen Entwicklungsländer bis zum Jahr 2013 ihre Nettoeinkünfte verfünffacht haben. Je stärker die Industrialisierung der Schwellenländer voranschreitet, umso größer wird auch der Bedarf an Energieträgern und Metallen.

Seriosität und Anlageberatung: Wie erkennt man einen seriösen Anlageberater?

Deutschlandweit gibt es beispielsweise rund 400.000 haupt- und nebenberufliche Versicherungsvertreter und dabei 40.000 Vermögensberater. Ein Anlageberater muss heute einen Abschluss oder mehrere Abschlüsse (je nachdem, welche Produkte er anbietet) vor der IHK nachweisen, ferner eine Vermögensschadenshaftpflichtversicherung (z.B. wegen Falschberatung). Folgende Regeln können helfen, einen seriösen Berater zu finden.

• Anleger sollten die Kontrolle über ihr Vermögen behalten und es nicht aus der Hand geben.
• Anleger sollten regelmäßig Depotübersichten über den aktuellen Stand des Depots bekommen. Am besten hierbei: Online-Einsicht des Depots.
• Ein weiterer Schwerpunkt in der Auswahl des Beraters ist die Art der Vergütung. Ein übermäßiges Umschichten des Depots liegt nicht im Interesse des Kunden. Falls ein Berater dieses Ziel über einen gewissen Zeitraum verfolgt, sollte man sich überlegen, ob das der richtige Weg ist.
• Werden Provisionen und andere Vertriebskosten von den anfänglichen Beiträgen abgezogen, bis alle Abschlusskosten beglichen sind, sollte der Anleger vorsichtig sein.

Hierbei hat der betroffene Kunde einen relativen Nachteil zu erwarten, denn durch den entsprechenden Laufzeitverlust fällt der Zinseszinseffekt deutlich geringer aus. Das bedeutet, dass der Kunde auf diese Erträge verzichten muss.

V.i.S.d.P.:

Lucas Kret
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