Tatortreiniger haben einen abwechslungsreichen Job. Sie sind neben der Polizei meist die ersten an einem Tatort und auch wenn kein Mord stattgefunden hat, kann das Entfernen von Verwesungspuren, Blut und anderen Körperflüssigkeiten notwendig sein. Meist ist dies mit normalen Reinigungsmitteln nicht zu bewältigen. Entsprechend müssen sich Tatortreiniger mit entsprechenden Spezialreinigern auskennen.
Nicht für jeden ist der Beruf des Tatortreinigers geeignet, denn er darf nicht zurückschrecken, wenn am Tatort beispielsweise Maden zu finden sind. Wem schnell übel wird, sobald er unangenehme Gerüche wahrnimmt und wer extrem sensibel ist, sollte eine andere Umschulung in Erwägung ziehen.
Viele Tatortreiniger, wie die Tatortreinigung in Mainz sind überzeugt, dass ihr Beruf spannender ist als der Beruf eines normalen Gebäudereinigers.
Zukunftsaussichten
Der Beruf des Tatortreinigers ist ein recht junges Berufsbild. In den meisten Fällen kommen normale Reinigungsunternehmen oder Dienstleister bei der Tatortreinigung zum Einsatz. Die Reinigung erfolgt dann unter Umständen aber mit weniger Fachkenntnis. Es ist nicht jedem Auftraggeber bekannt, dass es spezielle Unternehmen für die Tatortreinigung gibt. Die Perspektiven für Tatortreiniger sind nicht schlecht. Immer mehr Spezialisten auf diesem Gebiet machen ihre Leistungen durch ausgeklügelte Marketingsmaßnahmen bekannt. Darauf folgt, dass zukünftig mehr Tatorteiniger benötigt werden.
Umschulungslänge und -inhalte
Eine feste Ausbildungs- oder Umschulungsordnung für Tatortreiniger gibt es in Deutschland noch nicht. Entsprechend raten Spezialisten, zunächst eine Ausbildung als Gebäudereiniger zu machen. Diese Berufsausbildung ist in Deutschland anerkannt, dauert drei Jahre und erfolgt im dualen System. Duales System bedeutet, dass die Ausbildung sowohl im Betrieb als auch in der Berufsschule erfolgt. Während der dreijährigen Ausbildung werden beispielsweise chemische Grundkenntnisse vermittelt. Diese sind nötig, um am Reinigungsort das richtige Reinigungsmittel auszuwählen.
Eine Ausbildung zum Desinfektor ist eine weitere Möglichkeit, dem Beruf des Tatortreinigers näher zu kommen. Die Ausbildung zum Desinfektor benötigt drei bis vier Wochen. Während dieses Lehrgangs werden Kenntnisse hinsichtlich Bakterien, Viren und Schädlingen vermittelt. Der Abschluss als Desinfektor befähigt beispielsweise in Krankenhäusern oder epidemischen Gebieten zu arbeiten.
Egal, welche der Ausbildungen ein Interessent hat, es sollte im Anschluss eine Fortbildung gemacht werden. Dies kann beispielsweise ein ein- bis zweitägiger Lehrgang an einer staatlich anerkannten Lehranstalt für den Rettungsdienst sein.
Persönliche Voraussetzungen
Tatortreiniger müssen in der Lage sein, mit schwierigen und teils unangenehmen Umständen am Tatort umgehen zu können. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass ein Tatortreiniger einem belastbaren Magen hat und über ein stressresistentes Gemüt verfügt. Wichtig für Tatortreiniger ist es, für ausreichende Erholung und Ausgleich in der Freizeit so sorgen, da einige Situationen psychisch belastend sein können.
Finanzierung und Förderung
Eine öffentliche Förderung für die Umschulung zu bekommen, ist sehr schwierig. Dies begründet sich darin, dass es wenig Jobs derzeit in diesem Bereich gibt. Die Kosten sind nicht allzu hoch, da der Lehrgang kurz ist. Ist zusätzlich noch ein weiterer Ausbildungsweg geplant, ist es möglich, dass die Finanzierungssituation sich anders darstellt.
Ein Gespräch mit einem Mitarbeiter der Agentur für Arbeit kann lohnend sein. In bestimmten Situationen, wie dem Vorliegen eines Härtefalls, hat die Arbeitsagentur einen bestimmten Ermessensspielraum.
Umschulungsstätten
Eine Ausbildung zum Tatortreiniger bieten verschiedene Fachschulen an. So gibt es beispielsweise an einer Sanitätsschule den Kurs „Ableben von Patienten, Bewohnern und Fremdpersonen“. Einen auch praktisch ausgerichteten Kurs bietet eine Fachakademie.
Alternative
Wer anstatt Tatorte zu reinigen, Kriminalfälle aufklären möchte, kann ein Studium der Kriminologie und Polizeiwissenschaft widmen. Dies ist an einigen Universitäten im Fernstudium oder per Blending Learning möglich.