Weser-Kurier: Kommentar von Norbert Holst zu Innenministerkonferenz/Flüchtlingspolitik

Beschämend ist es ohnehin, dass Bundesinnenminister
Thomas de Maizière ja durchaus Recht hat, als er kurz vor Beginn des
Treffens darauf hinwies, dass Deutschland für die syrischen
Flüchtlinge jetzt schon mehr tut als jedes andere europäische Land.
Sicher, die EU kann nicht überall Weltpolizei spielen. Aber die Lage
für die Menschen in Syrien ist derart dramatisch, dass die Passivität
Europas ein Armutszeugnis ist. Es ist peinlich, dass Länder wie der
Libanon, Jordanien und die Türkei Millionen von Syrern Zuflucht
gewähren, während sich das reiche Europa abschottet. 10.000
zusätzliche Plätze lösen das Problem nicht. Aber sie sind ein Signal
an die europäischen Partner, bei der Tragödie in Syrien nicht einfach
tatenlos zuzuschauen

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