„… Auch in Deutschland wächst die
Staatsverschuldung, aber im internationalen Vergleich steht das Land
relativ gut da, zumal unseren Schulden im Inland hohe Werte durch
eine breit gemischte, mittelständisch geprägte Wirtschaft sowie
milliardenschwere Guthaben im Ausland gegenüberstehen. Deutschland
ist unerwartet schnell aus der Krise gekommen und hat eine Dynamik
entfaltet, die man sonst eher den USA zugetraut hätte. Dabei hat sich
unsere Wirtschaft gar nicht neu erfunden, sie hat ihre gewohnten
Stärken ausgespielt: ihr immer noch großes technisches Know-how,
solide Finanzierungen, ihre guten Außenkontakte – und die
Bereitschaft ihrer Belegschaften, die Krise mitzutragen. Die auch im
Ranking des Weltwirtschaftsforums wieder kritisierte angebliche
Starrheit des deutschen Arbeitsmarktes hat eine segensreiche
Kehrseite: Weil „hire and fire“ bei uns nicht so einfach funktioniert
wie etwa in den USA, müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer miteinander
verhandeln und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Das hat, auch mit
Unterstützung des staatlichen Kurzarbeitergeldes, gut funktioniert,
hat in der Krise Massenentlassungen verhindert und jetzt ein
schnelles Durchstarten möglich gemacht. …“
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