Welthungerhilfe-Präsidentin Dieckmann nach Haiti-Reise: Haitianer aktiv einbeziehen

Ein Jahr des Schreckens liegt hinter Haiti – erst
das verheerende Erdbeben, dann der Hurrikan Tomas und Ende Oktober
der Ausbruch der Cholera, der nun die Wiederaufbauarbeiten verzögert.
„In der Nothilfe zu Beginn ging es darum, so schnell wie möglich zu
helfen. Doch was Haiti jetzt braucht ist ein Neuanfang, der auch von
den Haitianern getragen wird. Nur wenn der haitianische Staat und die
Menschen in die Wiederaufbauarbeit aktiv mit einbezogen werden,
können sich die Lebensumstände in Haiti dauerhaft verbessern“, sagt
Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, die das Land kurz
vor dem Jahrestag bereist hat. Deshalb arbeitet die Welthungerhilfe
eng mit lokalen Partnerorganisationen und den Behörden vor Ort
zusammen.

Der Ausbruch der Cholera hat die Arbeit der Welthungerhilfe noch
einmal erschwert. „Wir arbeiten an allen Fronten. Zur Bekämpfung der
Cholera kooperieren wir mit rund 1.500 kubanischen Ärzten, die
landesweit 50 medizinische Zentren aufgebaut haben und eine
fantastische Arbeit leisten.“

Im Bereich des Wiederaufbaus konzentriert sich die Arbeit der
Welthungerhilfe auf die ländlichen Gebiete im Süden von
Port-au-Prince, wo kaum Hilfsorganisationen arbeiten. „Wir müssen den
Menschen dort eine Perspektive geben, wo sie leben – in ihren
Heimatdörfern, wo ihre Familien sind, wo sie Land bewirtschaften
können und wo ihre Wurzeln sind. Nur so können wir verhindern, dass
sie in die ohnehin überfüllten Städte abwandern, wo sich ihre
Situation zweifellos noch einmal verschlechtern würde“, sagt Bärbel
Dieckmann.

Wie zum Beispiel im vom Erdbeben betroffenen Dorf Les Palmes in
den Bergen. Hier baut die Welthungerhilfe gemeinsam mit lokalen
Partnerorganisationen erdbeben- und hurrikansichere Häuser für durch
das Erdbeben obdachlos gewordene Familien. „Bald ist unser Haus
fertig und wir müssen nicht mehr im Zelt wohnen“, sagt Myriam Lonima,
die mit ihrem Mann und den drei Kindern eines der Häuser beziehen
wird. „Mein Mann hilft beim Bau mit. Und ich bin sehr stolz, denn die
Welthungerhilfe hat uns bei der Planung miteinbezogen und gefragt,
was wichtig ist.“

„Wir unterstützen die Haitianer dabei, ihr Leben wieder selbst in
die Hand zu nehmen. Denn was das Land jetzt braucht sind keine
vorgefertigten Lösungen. Die Menschen wollen ihr Leben selbst
gestalten“, so Bärbel Dieckmann.

Für die langfristige Wiederaufbauarbeit bitte wir um Spenden für
Haiti

Welthungerhilfe

Kontonummer 1115, Sparkasse KölnBonn BLZ 370 501 98

Weitere Informationen, O-Töne Bärbel Dieckmann, Audio-Slideshow
sowie aktuelle Fotos unter
http://www.welthungerhilfe.de/haiti-zukunft.html

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten
Hilfsorganisationen in Deutschland. Sie leistet Hilfe aus einer Hand:
Von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu
langfristigen Projekten der Entwicklungshilfe mit einheimischen
Partnerorganisationen nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.
Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 6.200 Projekte in 70
Ländern mit 2,03 Milliarden Euro gefördert – für eine Welt ohne
Hunger und Armut.

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