
Die erste und auch wichtigste Frage sei immer die der Krankenversicherung. Seit 2007 gäbe es eine gesetzliche Pflicht, sich privat oder gesetzlich krankenzuversichern. Welche Lösung dabei die bessere sei, könne nicht so einfach entschieden werden. In der Regel führe er dazu sehr ausführliche, teilweise mehrstündige Gespräche, bevor er eine Empfehlung aussprechen könne. Er wies darauf hin, dass diese Entscheidung keinesfalls nur unter dem Kostengesichtspunkt betrachtet werden dürfe, sondern unbedingt auch vor dem Hintergrund der möglichen Versicherungsleistungen.
In einer Reihe von gefahrenträchtigen Berufen sei eine sofortige Meldepflicht vorgeschrieben, ansonsten gelte die allgemeine Meldepflicht von sechs Wochen nach Arbeitsaufnahme. Es sei für Existenzgründer sehr zu überlegen, ob eine Krankentagegeldversicherung abgeschlossen werden sollte, denn wovon wolle der Existenzgründer leben, wenn er krank im Bett liegen müsse?
Die Krankenkasse sei auch die Einzugsstelle für die meisten anderen Sozialversicherungen, wie die soziale Pflegeversicherung, die Renten- und die Arbeitslosenversicherung. Auch bei diesen Versicherungen gäbe es eine Möglichkeit, sich als Existenzgründer freiwillig weiter zu versichern, die genau für jeden Einzelfall geprüft werden sollte. Er warnte die über 50 Anwesenden vor allzu voreiligen Entscheidungen. In der Regel gehe es hier um mehrere tausend Euro Beitrag im Jahr, die richtig angelegt werden sollten. Leider seien dabei manche Versicherungsvertreter mit allzu schnellen Ratschlägen bei der Hand, die sich langfristig als falsch oder als zu teuer erweisen würden.
Einen Sonderfall nehme die gesetzliche Unfallversicherung durch die Berufsgenossenschaften ein. Auch sie sei eine Pflichtversicherung für jeden Arbeitnehmer, nicht aber für die Existenzgründer selber. Sie trete nicht nur bei Arbeitsunfällen und berufsbedingten Krankheiten ein, sondern auch bei Wegeunfällen und bei Unfällen im Zusammenhang mit Weiterbildungsmaßnahmen.
Versicherungsmakler Wolfram warnte die Zuhörer davor, diese Versicherungsfragen auf die leichte Schulter zu nehmen, denn alle drei bis fünf Jahre sei mit einer Sozialversicherungsprüfung zu rechnen, die deutlich teurer ausfallen könne, als viele Steuerprüfungen. Nähere Informationen gäbe es unter www.visora-online.de oder per Telefon: 0511 165 949 0.
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