Der ehemalige
NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin durfte einen geplanten Job nicht
antreten. Wie die NRW-Staatskanzlei auf Westpol-Anfrage mitteilte,
wollte der SPD-Politiker im Aufsichtsrat des Chemieunternehmens
Rütgers Germany in Castrop-Rauxel tätig werden. Die Landesregierung
hat ihm das jedoch für sechs Monate nach Ausscheiden aus dem
Ministeramt untersagt.
Mit ihrem Verbot sei die Landesregierung der Empfehlung der
sogenannten Ministerehrenkommission gefolgt, hieß es aus der
Staatskanzlei. Die Kommission hatte nicht nur die Auflage erteilt,
dass Duin im Rütgers-Aufsichtsrat erst nach dem 31. Dezember 2017
anfängt. Er darf dort demnach zudem für die folgenden sechs Monate
nichts bearbeiten, was mit seiner Tätigkeit als Minister zu tun
hatte. Nach Westpol-Informationen hat Duin das Mandat bei dem
Chemie-Unternehmen bis heute nicht angetreten. Zudem wollen weitere,
namentlich nicht bekannte Ex-Minister neue Tätigkeiten antreten und
haben ihre Pläne der Ministerehrenkommission mitgeteilt.
Entscheidungen dazu seien aber noch nicht getroffen, hieß es aus der
nordrhein-westfälischen Staatskanzlei.
Das untersagte Aufsichtsratsmandat entfacht die Diskussion um die
Jobs ehemaliger NRW-Minister neu. Ex-Wirtschaftsminister Garrelt Duin
arbeitet bereits seit dem 15. Februar beim Industriekonzern
ThyssenKrupp. Und Ex-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (B–90/Die
Grünen) wird ab Juli Chefin der NRW-Landesvertretung der Techniker
Krankenkasse. Sie sollte dort eigentlich schon im März anfangen, doch
auch das untersagte ihr die Landesregierung wie von der
Ministerehrenkommission empfohlen. Mehr in Westpol, WDR Fernsehen,
25.02.2018, 19:30-20:00 www.westpol.de
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