Die Grünen werfen Familienministerin Kristina
Schröder (CDU) vor, sich zu wenig für Lesben und Schwule einzusetzen.
„Die Bundesregierung vernachlässigt und ignoriert die Belange
homosexueller Jugendlicher“, sagt der Grünen-Abgeordnete Kai Gehring
mit Blick auf eine Anfrage an die Regierung, deren Antwort den
Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Dienstagsausgabe) vorliegt.
Daraus geht hervor, dass der Bund keine Maßnahmen ergreift, um der
Gewalt gegen lesbische, schwule und bisexuelle Jugendliche
entgegenzuwirken. Weiter kritisieren die Grünen, dass die Regierung
sich unwissend stelle. So liegen dem Bund angeblich „keine
statistischen Daten zur Rate der Suizidversuche bei lesbischen und
schwulen Jugendlichen vor.“ Die Grünen verweisen auf eine andere
Antwort der Regierung, die solche Zahlen enthält.
„Das Desinteresse und die Ignoranz gegenüber fünf bis zehn Prozent
der Jugendlichen ist beschämend und nicht hinnehmbar“, sagt Gehring.
Er fordert einen nationalen Aktionsplan gegen Homophobie und
Präventionsstrategien gegen Mobbing.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion@waz.de