Wassersparpläne der Europäischen Kommission / VKU warnt vor einheitlichen EU-Standards für Duschköpfe

Die Europäische Kommission plant derzeit im Rahmen
ihrer Strategie zu „Wasserknappheit und Dürre“ den Wasserbedarf in
allen Privathaushalten der EU zu senken. Verpflichtende Standards für
wasserführende Geräte wie Duschköpfe oder Badearmaturen sollen,
ähnlich des „Glühbirnenverbotes“, dafür sorgen, dass der
Wasserverbrauch insgesamt sinkt.

„Diese Initiative hätte fatale Folgen für die kommunale
Wasserwirtschaft. Schon heute kämpfen die kommunalen Wasserversorger
und Abwasserentsorger mit zu geringen Durchflussmengen“, warnt
Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler
Unternehmen (VKU) vor dem aktuellen Brüsseler Vorstoß. Flöße noch
weniger Wasser durch die Leitungen, würden durch technische und
hygienische Probleme die Kosten für die Netzinfrastruktur
unnötigerweise in die Höhe getrieben. „Die deutschen Wasserversorger
haben ihre Hausaufgaben in punkto Versorgungssicherheit und
Ressourcenschonung gemacht. Das muss die europäische Kommission bei
ihren Wasserinitiativen anerkennen. Sie kann und sollte nicht alle
Länder über einen Kamm scheren“, so Reck.

Für extremes Wassersparen gibt es in Deutschland keinen Anlass. Im
Mittel stehen deutschlandweit pro Jahr 182 Milliarden Kubikmeter
Wasser zur Verfügung. Die öffentliche Wasserversorgung nutzt davon
lediglich drei Prozent. Für eine effektive und nachhaltige
Wasserversorgung investieren die kommunalen Wasserversorger jährlich
rund zwei Milliarden Euro in den Erhalt und Ausbau ihrer
Infrastruktur. Größere Wasserverluste sind in Deutschland daher sehr
selten. Der bewusste Umgang mit Wasser ist darüber hinaus für die
Deutschen mittlerweile Normalität. Wassersparende Armaturen,
Toilettenspülungen und Haushaltsgeräte gehören längst zum Alltag.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten
wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der
Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der
Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in
der Abwasserentsorgung.

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