Hannover, 01.06.2015. Industriekunden müssen im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich 0,76 Prozent mehr für Trinkwasser zahlen. Das geht aus dem aktuellen Wasserpreisvergleich des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) hervor. Dabei erhöhten 13 Wasserversorgungsunternehmen ihre Preise, drei Anbieter senkten die Gebühren. Der Durchschnittspreis für Unternehmenskunden mit Jahresabnahmemengen von 7.500 m³ bzw. 100.000 m³ beträgt somit 3,97 /m³.
Der VEA untersuchte wie bereits im Vorjahr die Wasserpreise von 83 deutschen Städten. „Insgesamt lässt sich ein Preisanstieg feststellen. Dieser fällt im Vergleich zum Vorjahr jedoch viel niedriger aus“, sagt Dr. Volker Stuke, Hauptgeschäftsführer des VEA. So hatten im vergangenen Jahr 22 Unternehmen ihre Preise angehoben. „Dieses Jahr erhöhten 13 Wasserversorger ihre Preise und das größtenteils in sehr geringem Maße.“ Den stärksten Preisanstieg verzeichnete der VEA mit 19,8 Prozent in Baden-Baden. Mit einer Erhöhung von 16,7 Prozent folgen die Stadtwerke Krefeld, mit 7,6 Prozent Oldenburg und mit 7,5 Prozent die DEW21 in Dortmund.
Drei Wasserversorger senkten im Vergleichszeitraum ihre Preise: In Eschwege (-2,4 Prozent), Rostock (-2 Prozent) und Halle (-0,4 Prozent) zahlten Unternehmenskunden 2015 weniger als im Jahr zuvor.
Die Studie des VEA ergab darüber hinaus, dass ein Gebührenvergleich nur eingeschränkt möglich ist. Vor allem Abwassergebühren sind schwer bewertbar, weil Grundstücksflächen unter Umständen uneinheitlich berechnet werden. Mit diesen Einschränkungen erweisen sich im Gesamt-Durchschnittspreis – also Wasser plus Abwasser – Ingolstadt, Augsburg, Worms und Leipzig als die günstigsten und Potsdam, Eschwege, Krefeld und Saarbrücken als die teuersten Versorgungsgebiete.