In einer breit angelegten Untersuchung des Markt- und Meinungsforschungsinstitutes Gallup wurden über 20.000 (!) Interviews mit Führungskräften ausgewertet. Dabei hat sich herausgestellt: Die ideale Top-Führungskraft mit genau definierten Eigenschaften gibt es nicht. Vier entscheidende Erfolgsfaktoren konnten aber identifiziert werden:
1. Erfolgreiche Führungskräfte wissen, welche Talente und Fähigkeiten sie haben – und investieren in diese Stärken.
2. Erfolgreiche Führungskräfte „ergänzen“ sich mit Menschen, die andere Fähigkeitsprofile aufweisen als sie und stellen entsprechende Teams zusammen.
3. Führungskräfte nehmen Ihre Führungsrolle bewusst war.
4. Führungskräfte verstehen die Bedürfnisse der Geführten.
Was genau die Bedürfnisse der Geführten sind, wurde folglich ebenfalls evaluiert. Das Resultat war wenig erstaunlich. Geführte brauchen – wie alle Menschen – Vertrauen, Mitgefühl, Stabilität und Hoffnung.
Diese Erkenntnisse bestätigen meine eigenen Erfahrungen mit Führungskräfte Coachings und führen zu folgenden Arbeitsgrundsätzen:
• Klarheit führt: Der Fokus jeder Coaching- und Trainingsarbeit liegt auf dem Erkennen und Entwickeln von Stärken. Schwächen im Soft-Skills Schlüsselkompetenzen Bereich (Selbstmanagement, Umgang mit Konflikten, Kommunikation, Verhandlungskompetenz) sind dann mit aller Konsequenz anzugehen, wenn sie den Durchbruch von Stärken und damit ein persönliches Vorankommen verhindern.
• Achtsamkeit führt: Führungskräfte müssen nicht nur gegenüber den sich ändernden sozioökonomischen Rahmenbedingungen und Märkten, sondern auch gegenüber ihrer „humanen Welt“ unvoreingenommen aufmerksam (= Achtsamkeit) sein. Darum ist jedes Coaching immer auch „Wahrnehmungsschulung“ bezüglich sich selbst (Stichwort Work-Life-Balance), den Vorgesetzten und den Mitarbeitern.
• Der Mensch als Ganzes führt: Jedes Führungskräfte Coaching & Training soll zu einer bewussteren Gestaltung der eigenen Führungsrolle in Abgleich mit den persönlichen Stärken, Werten und Lebenszielen führen. „Soft-Skills-Tools“ alleine bringen demzufolge nichts: Erfolgreich ist der Coaching- und Trainingsprozess nur, wenn der Mensch als Ganzes integriert wird. Erst so werden Tools zu persönlichen Arbeitsinstrumenten!