Was wir von Stephen Hawking lernen können…

Auszug aus dem Buch „Die Gesetze von Erfolg und Glück: Ihr Weg zu finanzieller Freiheit & Zufriedenheit“:

„…Kann jeder Mensch erfolgreich sein? Das ist eine Frage, die mir sehr häufig gestellt wird. Diese Frage kann ich grundsätzlich mit Ja beantworten. Zwar hat nicht jeder Mensch das Zeug, eine Legende zu werden. Aber jeder Mensch verfügt über eine Bandbreite von Entwicklungsmöglichkeiten, die einen viel größeren Erfolg zulassen als die Menschen selbst oder Dritte für möglich halten.

Ich möchte das durch zwei Beispiele belegen: Das erste Beispiel ist der weltbekannte Physiker und Mathematiker Stephen Hawking, der heute gestorben ist. Durch eine Krankheit des Nervensystems und der Muskeln ist er seit 1968 an den Rollstuhl gefesselt und kann aufgrund des Fortschreitens der Krankheit seit vielen Jahren nicht mehr normal sprechen, sondern nur noch über einen Sensor im Mund Worte zu Sätzen zusammenbauen, die von einer Computerstimme gesprochen werden. Bei oberflächlicher Betrachtung wäre aus damaliger Perspektive fast jeder zu der Einschätzung gelangt, dass er mit dieser gesundheitlichen Beeinträchtigung seine Laufbahn als Wissenschaftler nicht erfolgreich fortsetzen kann. Hawking hat uns gezeigt, dass diese sicherlich sehr belastenden und niederschmetternden Umstände keine unüberwindbaren Hindernisse für die Fortsetzung seiner Erfolgsgeschichte waren. Damit hat er uns über seine bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnisse hinaus noch eine weitere wichtige Erkenntnis geschenkt: Es sind nicht äußere Hindernisse und Erschwernisse, die Menschen vom Erfolg fernhalten. Es sind vielmehr innere Einstellungen. Das klingt abgedroschen und banal. Gleichwohl fehlt vielen Menschen diese grundlegende Erkenntnis mit der Folge, dass sie ihr ganzes Leben über Mittelmaß nicht hinauskommen.

Das zweite Beispiel ist ein Mensch, für den ich mehrere Jahre gearbeitet habe. Er teilt das Schicksal von Stephen Hawking und ist auch an den Rollstuhl gefesselt. Das Leisten einer Unterschrift ist für ihn ein Vorgang, der seine ganze körperliche Kraft fordert. Auch sonst ist er nahezu rund um die Uhr auf Hilfe angewiesen. Auch hier ist man schnell geneigt, ein unüberwindbares Hindernis für überdurchschnittlichen Erfolg zu sehen. Weit gefehlt. Dieser Mann hat sich in dem Unternehmen einen legendären Ruf erarbeitet und wird als Ratgeber und Stratege außerordentlich geschätzt. Ich selbst schätze mich glücklich, dass ich einige Jahre für ihn arbeiten durfte und in dieser Zeit wichtige Erkenntnisse gewinnen konnte. Durch einen souveränen Umgang mit den belastenden Rahmenbedingungen seiner Krankheit und durch die Konzentration auf seine mentale Stärke hat er nicht nur eine steile Karriere gemacht, sondern mit seinem Humor und seiner weisen Sicht auf Zusammenhänge und das Leben insgesamt viele Menschen beeindruckt und intensive Freundschaften aufgebaut. Von keinem anderen Vorgesetzten konnte ich im Laufe meines Berufslebens fachlich und menschlich so viel lernen wie von diesem Mann. Das hat meinen Blick dafür geschärft, was mich bisher behindert hat auf dem Weg zum Erfolg und welche Geisteshaltung mich künftig weiterbringen würde.

Immer beklagten sich Menschen, dass ihnen das Schicksal zu böse mitgespielt habe und sie deshalb nicht erfolgreich sein können. Sie werden mir sicherlich zustimmen bei der Einschätzung, dass eine derart schwere Erkrankung von Hawking ein sehr schwerer Schicksalsschlag ist. Und dennoch hat Hawking nicht aufgegeben und seine Arbeit fortgesetzt und weiterhin wissenschaftliche Spitzenleistungen vollbracht. Wie Sie sehen, ist der Umgang mit einem Schicksalsschlag entscheidender als die Schwere desselben.

Die Fähigkeit zum richtigen Umgang mit Schicksalsschläge und Niederlagen ist sehr wichtig für nachhaltigen Erfolg. Bei langfristiger Betrachtung sind sogar häufig die Menschen erfolgreicher, die nicht im ersten Anlauf Erfolg hatten. Es kommt sogar vor, dass Menschen in der Rückschau beklagen, dass ein schneller Anfangserfolg sie nachlässig gemacht und dazu geführt hat, dass sie ihr Potential nicht voll ausgeschöpft haben. Das führt dann zu Äußerungen, die etwa so lauten: „Seit wir anfingen, uns im Erfolg zu sonnen und viel Zeit damit verbrachten, Pressemitteilungen über unsere Erfolge zu lesen, ging es bergab.“

Bei Menschen, die zunächst eine Niederlage verdauen mussten, gibt es einen umgekehrten Effekt. Sie berichten, dass die schmerzhafte Niederlage Kraftreserven mobilisiert und ihren Willen angestachelt hat, wie es ohne die Niederlage kaum möglich gewesen wäre. Außerdem gehen diese Menschen mit dem dann schließlich erkämpften Erfolg sorgsamer um, weil sie wissen, wie bitter eine Niederlage ist. Niederlagen und Fehlschläge darf man niemals zum Anlass nehmen aufzugeben. Eines der Mottos meines Lebens lautet: „Life is never giving up!“ Ich habe diesen Spruch vor vielen Jahren während eines Auslandsstudiums in einer Kneipe auf einer Postkarte gelesen. Auf dem Bild war eine junge Frau abgebildet, die ein Ölgemälde über dem Kopf trug und sich damit vor einem kräftigen Regenschauer schützte. Die bemalte Fläche der Leinwand war dabei nach unten gewandt und so vor dem Regen geschützt. Ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen, dass Niederlagen und Fehlschläge einen stärker machen können. Wichtig ist der richtige Umgang mit Fehlschlägen. Sie sollten diese niemals zum Anlass nehmen, an Ihrem Wert oder an Ihren Fähigkeiten zu zweifeln. Fassen Sie einen Fehlschlag als Fingerzeig des Lebens auf, eine Kurskorrektur vorzunehmen. Genau das ist er und nichts anderes. Mit dieser Einstellung reduzieren Sie die Gefahr, dass Sie durch eine Niederlage demoralisiert werden.

Schließlich sind Niederlagen und Krisen auch eine Chance für einen Neuanfang und ein Umdenken. Sie zwingen uns zum Nachdenken und Innehalten. Sie können mentale Kräfte mobilisieren, die ohne die Niederlage nicht verfügbar wären. Es gibt nicht wenige Menschen, die berichten, dass eine schwere Niederlage auf lange Sicht die Initialzündung für einen Prozess war, der viel größere Erfolge nach sich gezogen hat. Die durch die Niederlage zerstörten Werte können sich in der Rückschau als lächerlich unbedeutend herausstellen. Wenn Menschen an Niederlagen zerbrechen, dann ist es in aller Regel nicht die Wirkung der Niederlage selbst, sondern der falsche Umgang damit, der auf lange Sicht ein Vielfaches an Schaden verursacht im Vergleich zur Niederlage selbst. Die größten Grausamkeiten und Verletzung fügen Menschen sich selbst zu. Das ist eine wichtige Erkenntnis, die vor tragischen Entwicklungen bewahren kann…“

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Weitere Informationen finden Sie auf der Autorenseite von Alexander Goldwein: www.alexander-goldwein.de