Warum so manche Weiterbildung der Mitarbeiter wegen “outside-in” verpufft

Nürnberg, 5. Februar 2011: Trainings werden heute häufig noch nach althergebrachten Mustern gegeben. Die Teilnehmer erhalten Techniken, z. B. für Verkauf, Vertrieb oder Führung. Leider werden diese Techniken aber, das erkannte Manuela Starkmann, Guide für Transformation, nur „outside-in“ vermittelt. Das bedeutet, Techniken – die sicher gut und auch grundsätzlich praxiserprobt sind – werden, oft sogar im Schnelldurchlauf, den Teilnehmern von außen übergestülpt. Das ist wie wenn man in den Regen kommt, sagt die Inhaberin von Starkmann Coaching aus Nürnberg. Man hat noch eine Zeit lang nasse Haare, letztendlich trocknet das aber recht schnell weg.

Ein Beispiel aus der Praxis erzählt Frau Starkmann: „Nachdem die Mitarbeiter aus einem Unternehmen im Training waren, nicht bei mir, durfte ich sie in ihrer Berufspraxis begleiten. Im Coaching, in meiner Philosophie besser gesagt im Guiding, sind wir gemeinsam draußen – in dem Fall direkt im Vertrieb bei den Kunden. Nach dem Besuch, im Feedbackgespräch hätten wir uns eigentlich auf die erlernten Techniken beziehen können .. müssen. Doch, um es in meinen Worten zu sagen, der Coachee schwenkte recht schnell die weiße Fahne und sagte „Frau Starkmann, ich weiß, dass ich von diesen Techniken im Training gehört habe. Es klingelt auch, aber es macht keiner auf.“

Natürlich ist es im Training wichtig, ein Angebot aus verschiedenen Techniken zu machen. Aus der Vielzahl kann sich der Teilnehmer das rausnehmen, was ihm am meisten liegt. Jedoch die Krux liegt darin, dass Methoden eben nur „outside-in“ vermittelt werden. Ähnlich wie auf einem gut gemeint voll geladenen Buffet ist zwar die Auswahl groß, dennoch vergisst man schnell, was man alles probiert hat und wird es wahrscheinlich auch zuhause nicht nachkochen, beschreibt Manuela Starkmann.

Damit Menschen ihre Gewohnheiten wirklich verändern, begleitet sie anhand „inside-out“. Nicht die Technik, sondern der ganze Mensch steht im Guiding im Vordergrund. Erfolgsbremsen werden von innen heraus gelöst. Das gibt dann einen riesen Motivationsschub, weil sich der Teilnehmer selbst beweist, was er kann. Als Guide führt Frau Starkmann durch den Veränderungsprozess, gibt Impulse, vermittelt auch sinnvolle Techniken, jedoch nur in der Dosis wie sie zum jeweiligen Coachee passen. Passen bedeutet, dass die Hauptperson ausschließlich der Coachee ist und nur an den Punkten gearbeitet wird, die ihn authentisch sein lassen und ihn dabei unterstützen, seine beruflichen Aufgaben noch erfolgreicher zu meistern.