
Seil zu lang.
Erst kürzlich ereignete sich in der Nähe von Santa Cruz ein tragischer Unfall. Bei einen Bungee-Sprung war das Seil zu lang bemessen und die Springerin stürzte ungebremst in einen Fluss. Wie durch ein Wunder trug die Frau keine schweren Verletzungen davon.
Bungee und Risikosport sind in den letzten Jahren extrem populär geworden. Verletzungsgefahr und Todesfälle halten Menschen dennoch nicht davon ab, an einem dünnen Gummiseil in den Abgrund zu springen. Was diese Menschen antreibt und wieso sich solche Phänomene in der Gesellschaft ausbreiten, werden in dieser Arbeit über Bungee schlüssig beantwortet. Anhand des Phänomens Bungee-Jumping zeigt der Autor, was ein Erlebnis ist, wieso es uns so fasziniert und weshalb dafür solche Risiken eingegangen werden.
„Vom Erlebten zum Erlebnis – Eine Bestimmung des Außeralltäglichen durch Bungee“
Der Erlebnisbegriff taucht in unbestimmter Form an vielen Stellen unserer Gesellschaft auf: Erlebnisbäder, Erlebnisgastronomien, Erlebnispädagogik, die Erlebnisliste ist genau so lang wie ungeklärt. Was diese Erlebnisformen von gewöhnlichen Erfahrungen unterscheidet, bleibt unbestimmt. Der unklare Begriff wird durch eine empirisch gestützte, kultursoziologische Analyse präzise bestimmt. In diesem Zuge liefert der Autor eine Schablone, die die Betrachtung, Beurteilung und Kategorisierung von Erlebnissen ermöglicht. Diese Arbeit wurde mit dem Alumni-Preis der Freiburger Philosophischen Fakultät ausgezeichnet.
„Vom Erlebten zum Erlebnis“ überrascht als kurzweilige und fundierte Analyse, die getrost als Einführung in die Thematik empfohlen werden kann und eignet sich ebenso für alle, die sich fragen, was es mit dem Erlebnishunger in unserer Gesellschaft auf sich hat.
Autor: Anselm Geserer
Titel: Vom Erlebten zum Erlebnis – Eine Bestimmung des Außeralltäglichen durch Bungee
Verlag: Tectum-Verlag, Marburg
Erschienen: Februar, 2017
ISBN-13:978-3828838710
Preis: 24,95
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