
Interim Management – Was ist das?
Manche Entwicklungen treffen auch das organisierteste Unternehmen völlig unvorbereitet: Die Vertriebsdirektorin verabschiedet sich in den Mutterschaftsurlaub, der Leiter Vertrieb kündigt seinen Posten oder die Gesellschafter wechseln. Schon muss das Unternehmen mit den Konsequenzen der personellen Veränderungen umgehen. Schnelle Hilfe ist jetzt unabdingbar. Hier kommen Interim-Manager, zeitlich begrenzt, zum Einsatz. Je nach Bedarf und finanziellem Budget des Unternehmens überbrücken sie personelle Engpässe, übernehmen kurzfristig die Verantwortung im Management und tragen somit zur Krisenbewältigung bei. Sobald das Problem gelöst ist, verlassen die Manager die Firma wieder – und lassen sie im Idealfall gestärkt zurück.
In den vergangenen 21 Jahren konnte ich in verschiedenen Führungspositionen – anfangs in der Automobil-Zulieferindustrie und seit 1995 in der Lebensmittelbranche (zuletzt als Vorsitzender der Geschäftsführung, davor Geschäftsführer sowie Vertriebsleiter) – umfangreiche Erfahrungen sammeln können.
Wem bringt es einen Vorteil und wie sieht dieser Vorteil aus?
Den Unternehmen bietet die Beschäftigung von Interim-Managern viele Vorteile. Die meistens freiberuflich agierenden Professionals können schnell unter Vertrag genommen werden und das Engagement endet unkompliziert nach Beendigung ihrer konkreten Aufgabe. Auch um Zusatzkosten, wie beispielsweise für Firmenhandys und -autos, Arbeitgeberbeiträge, Boni, Weihnachts- oder Urlaubsgeld, müssen sich Unternehmen in diesem Fall keine Gedanken machen.
Sind Interim Manager nur „Krisenhelfer?
Interim-Management ist seit den 70er Jahren bekannt. In Deutschland begann sich das Konzept in den 80er zu etablieren. Allerdings hat sich die Branche in den vergangenen Jahren stark verändert. Der Ruf als „Retter in der Not“ wird der Arbeit von Interim-Managern längst nicht mehr gerecht. Laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ diente noch im Jahr 2009 jedes dritte Engagement eines Interim-Managers der Lösung eines unternehmensinternen Notfalls, während 2012 nur noch rund 27 Prozent der Aufträge aus diesem Grund vergeben wurden. Die „Manager auf Zeit“ arbeiten immer stärker projektbezogen und die Unternehmen wollen auch jenseits von brenzligen Situationen von ihrer Expertise profitieren.
Das Vertrauen in Interim-Manager (http://http://www.hendrikoevel.de/interim-management.html) steigt: Gemäß Angaben der Dachgesellschaft Deutsches Interim-Management e.V. gehen Experten davon aus, dass der Markt zwischen 10 und 30 Prozent jährlich wächst. Professionalität und positive Bilanzen überzeugen immer mehr Kunden davon, dass die Erfolge durch Interim Management längst nicht so kurzfristig wie die Engagements sind.
Durchschnittlich bin ich als Interim Manager drei bis 18 Monate als Experte (http://http://www.hendrikoevel.de/interim-management/interim-management.html) in den Unternehmen im Einsatz. In dieser Zeit erarbeite ich als Interim Manager nicht nur – wie der Berater – Konzepte, sondern übernehme das Ruder der Firmen- oder Vertriebsleitung auf Zeit. Eine Eigenschaft von interimistisch tätigen Managern ist ihre Erfahrung und Vernetzung in den jeweiligen Branchen. Als Experte für Management-Aufgaben mit hohen Anforderungen werde ich dann eingesetzt, wenn kurzfristig Kompetenz im Linien- oder Projektmanagement gefordert ist. Und ein weiterer Vorteil für die jeweiligen Unternehmen ist, dass ich als Interim Manager kurzfristig zur Verfügung stehe und der tägliche Betrieb in diesen Unternehmen nicht erst zum Stillstand kommen muss, um Veränderungen in Bewegung zu bringen.
Bildrechte: Hendrik Oevel
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Weitere Informationen unter:
http://www.ahuispr.de