Warnstreiks bei Zoo und Tierpark trotz Arbeitgeberangebot von 12 Prozent

Obwohl die Arbeitgeber bereits in der ersten Verhandlungsrunde ein Angebot mit einer Erhöhung der Entgelte um insgesamt 12 Prozent gleichmäßig für alle Tarifgruppen vorgelegt haben, setzt die Gewerkschaft auf Konflikt. „Dieses Vorgehen der Gewerkschaft ist der Sache nicht dienlich“, so Claudia Pfeiffer. Sie betont: „Das Angebot kann sich im Vergleich zu anderen Abschlüssen wirklich sehen lassen. Es ist wertschätzend gegenüber der Leistung der Arbeitnehmer und orientiert sich an der wirtschaftlichen Kapazität unseres Mitglieds.“ Gefordert wurden von ver.di Entgeltsteigerungen bis zu 30 Prozent, „was völlig unrealistisch ist und einfach nicht zu stemmen für einen Arbeitgeber“ so Claudia Pfeiffer.

Neben einer Entgelterhöhung soll durch eine Reduzierung von alten Besitzständen eine höhere Entgeltgerechtigkeit und Transparenz erreicht werden. Eine höhere Entgeltgerechtigkeit und damit verbunden auch eine Anpassung an vergleichbare Vergütungen bei anderen Zoos unterstreicht auch ein weiterer Teil des Arbeitgeberangebotes: durch eine Neustrukturierung des Entgeltsystems zur Einführung von Stufen und Gruppen soll den Arbeitnehmern eine bessere Perspektive ermöglicht werden.

Bei allem Verständnis für das Recht auf Streik appelliert Claudia Pfeiffer an die Gewerkschaft: „Arbeitgeberseitig wurde ein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, das eine Modernisierung und Anpassung an vergleichbare Vergütungen in anderen zoologischen Einrichtungen vorsieht, deshalb fordern wir konstruktive Verhandlungen statt Warnstreiks von ver.di.“

Die nächsten Verhandlungstermine wurden bereits vereinbart und finden am 9. und 22. Mai statt.