Seit Jahren ist der Aufschrei der deutschen Industrie über den Ingenieurmangel deutlich zu vernehmen. Auf der anderen Seite stehen 25.000 arbeitslose Ingenieure den über 34.000 offenen Stellen gegenüber.
Böse Zungen behaupten, Unternehmen wären nicht flexibel genug und suchen die „Eier legende Wollmilchsau“, anstatt das Potenzial von Arbeitslosen besser zu nutzen. Ist die deutsche Industrie selbst schuld an der Misere? Unternehmen berichten, das Problem wäre nicht so einfach zu lösen. Grund hierfür sei, dass in der Forschungs- und Wissensgesellschaft hoch qualifizierte Ingenieure gesucht werden, die Herausforderungen auch räumlich flexibel annehmen, doch nur wenige der 25.000 Arbeit suchenden Ingenieure passen auf dieses Profil. Experten sprechen von einem „Mismatching“ zwischen Komplexität vieler Arbeitsplätze und aktuellem Bewerbermarkt. Bedenklich ist zudem, dass in den kommenden Jahren die Anzahl der Hochschulabsolventen im Ingenieurwesen weiter sinken wird.
Die Suche nach Fachkräften und Spezialisten im Ingenieurwesen bleibt damit ein Spannungsfeld, das sich keinesfalls ohne Weiteres überwinden lassen wird. Vor diesem Hintergrund ist es gut möglich, dass sich Personalabteilungen künftig noch stärker an Unternehmens- und Personalberatungen wenden werden, die als Bindeglied zu den besten Ingenieuren fungieren.