Heinz Backes, gewählter Vertreter der Volksbank für Hochneukirch, brachte es auf den Punkt: „Ganz ganz früher ging man zum `Winze Jupp´, wenn man zur Bank musste. Wenn wir heute sagen, wir gehen zum Herrn Heinrichs oder zu Herrn Dederichs, weiß auch jeder, dass wir noch zur Volksbank müssen.“ Für den Senior, der die Geschicke der Bank seit vielen Jahren mit bestimmt, ist es vor allem der familiäre Charakter, der ihm „seine“ Bank auch heute noch so sympathisch macht: „Es ist toll, dass wir nun unsere Geschäftsstelle in diesen hellen Farben und mit den modernen Geräten haben.“ Sein Vertreter-Kollege Willi Langen stimmt ihm zu: „Es ist wirklich so, dass der Umbau überfällig war.“
Heinz-Wilhelm Hermeling, Vertriebsvorstand der Volksbank Mönchengladbach, hatte zur offiziellen Eröffnung der neuen alten Geschäftsstelle extra noch einmal in die Baunuterlagen geschaut: „Der ganze Umbau hat exakt einen Monat gedauert. Das geht nur, wenn die Arbeiter aufeinander eingespielt sind.“ Der Grund dafür, dass die Filiale in diesem Jahr umgebaut wurde, hatte einen konkreten Anlass, so Hermeling: „Sie erinnern sich, dass unser Geldautomat Ziel eines Sprengstoffanschlags war. Wir haben dann kurzfristig die notwendigen Entscheidungen getroffen.“ Nach dem Umbau wirke die Geschäftsstelle größer, obwohl es eigentlich etwas enger geworden sei. Aber dies sei durchaus angenehm, „so kann die Beratung unserer Kunden in wirklich familiärem Rahmen erfolgen.“
Investiert wurde ein sechsstelliger Eurobetrag. Und umgebaut wurde beim laufenden Betrieb. Das sei nicht immer einfach gewesen, schmunzelt Gewerbekundeberater Karl Heinrichs: „Manchmal war ein Arbeiter über mir beschäftigt, ein anderer an der gegenüberliegenden Wand und ein dritter unter meinem Schreibtisch. Aber am Ende hat alles geklappt.“ Er freut sich besonders über das neue Gesicht seiner Bank, „denn immerhin sind wir in diesem Jahr schon 128 Jahre hier am Ort.“ Auch er betonte in seiner Ansprache den familiären Charakter der neuen Filiale.
Berührungsängste hatten die Vertreter, die zur Eröffnung geladen waren, mit der neuen Technik nicht. Einhellig waren die rund 30 Gäste der Meinung, „dass die Bedienung der Geräte simpel ist. Außerdem ist es praktisch, dass wir quasi rund um die Uhr in unsere Bank können.“ Zu früheren Zeiten sei es auch schon mal so gewesen, dass man zum Leiter der Filiale auch am Sonntag nach Hause kommen konnte, um Geld zu bekommen. Insofern habe sich trotz der modernen Zeiten nicht allzu viel geändert.