Volksbank Mönchengladbach als CongressCentrum

Das Foyer machte ganz den Eindruck eines CongessCentrums im Kleinen: An einem Tag trafen sich die EWMG, die WFMG und Tagungsgäste von J.P. Morgan im „Haus der Volksbank“ an der Senefelderstraße in Neuwerk. Gastgeber und Hausherr Lothar Erbers, Vorstandsvorsitzender der Volksbank, schmunzelte denn auch über den regen Besucherverkehr: „Der Betrieb lief wie am Schnürchen, denn viele kennen die Räumlichkeiten sicher noch aus der Zeit, da dieses Haus die Europazentrale der Brauerei Hannen war.“

Jörg Dahle, Referent des Bankhauses J.P. Morgan, hatte sich, welch ein Zufall, für seinen Vortrag das Thema Europa ausgesucht. Etwa 70 Gäste waren gekommen, um sich das Motto der Tagung, Europa – jetzt erst recht!?, erklären zu lassen. Kern der Veranstaltung war die berechtigte Sorge um eine drohende Inflation und die Einschätzung der Finanzexperten, ob es denn zu einer solchen dramatischen Krise kommen kann oder nicht.

Das Fazit des Abends lässt sich so fassen: Wer langfristig in die Aktien europäischer Unternehmen investiert, hat ganz gute Chance durch das Auf und Ab der aktuellen Konjunktur zu kommen. Das liege vor allem daran, so Dahle, „dass die Waren europäischer Firmen gerade auch in den Schwellenländern sehr begehrt sind. Europa macht 40 Prozent des Welthandels aus, insgesamt gibt es in Europa etwa 9.500 börsennotierte Unternehmen.“ Eine dramatische Inflation werde es kurzfristig nicht geben, die Inflationsrate werde sich im Rahmen dessen bewegen, was in den vergangenen Jahren üblich war, sprich um die zwei Prozent jährlich.

Von Einem ging der „zugezogene Hanseat“ auf jeden Fall aus: „Staatsschulden abbauen durch Inflation ist kein Weg aus der Krise. Deshalb wird es dies aus unserer Sicht nicht geben.“ Und für eine (befürchtete) Währungsreform sieht er auch „nur eine kleine Wahrscheinlichkeit.“