VKU zum BMU-Thesenpapier zur haushaltsnahen Wertstofferfassung „Wir wollen ein verbraucherfreundliches Trennsystem für Wertstoffe“

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) begrüßt
die Absicht der Regierung, die Wertstofferfassung und insbesondere
die Verpackungsentsorgung in Deutschland zu reformieren.
VKU-Vizepräsident Patrick Hasenkamp: „Eine Reform der
Verpackungsentsorgung ist unbedingt notwendig, aber angesichts der
Komplexität des jetzigen Systems ein ehrgeiziges Projekt, das
planvoll angegangen werden sollte.“

Aus Sicht des VKU weist die derzeit geltende Verpackungsverordnung
zahlreiche Schwachstellen insbesondere hinsichtlich der ökologischen
und der ökonomischen Effizienz auf. „Das System ist intransparent,
nicht steuerbar, zu teuer und schafft kaum Anreize für die Vermeidung
und ein hochwertiges Recycling von Verpackungsabfällen. Das mit der
Verpackungsverordnung verfolgte Ziel – die Implementierung eines sich
selbst regulierenden Systems – wurde verfehlt“, so
VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck.

Der kommunale Wirtschaftsverband setzt sich deshalb seit Jahren
für eine Neuordnung der Wertstofferfassung ein. „Wir wollen ein
verbraucherfreundliches System. Denn die Bürger sind unsere
wichtigsten Partner in Sachen Mülltrennung“, sagt Hasenkamp. Dabei
sei es wesentlich, die schwer verständliche getrennte Sammlung von
Verpackungen und Nichtverpackungen aufzuheben. „Es wird die
Herausforderung der kommenden Zeit sein, ein bürgerfreundliches
Sammelsystem zu etablieren und dieses in Einklang mit den
Recyclingzielen zu bringen. Die Kommunen stehen dazu bereit. Sie
bieten den Bürgern ein kommunales System aus einer Hand mit einem
Ansprechpartner“, so Hasenkamp. Der VKU begrüßt mit Nachdruck den
Vorstoß des Bundesumweltministeriums, die vorgestellten Thesen zu
diskutieren. Der Verband wird sich konstruktiv in den Prozess
einbringen.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt über 1.400
kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie,
Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit 236.000 Beschäftigten
wurden 2009 Umsatzerlöse von rund 94 Milliarden Euro erwirtschaftet
und etwa 8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen
haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der
Strom-, 67,7 Prozent in der Erdgas-, 76,3 Prozent in der
Trinkwasser-, 58,2 Prozent in der Wärmeversorgung und 12,8 Prozent in
der Abwasserentsorgung.

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