Das Ehepaar Mugerwa lebt im Epizentrum Namayumba in Uganda, das seit 2004 besteht. Beide haben gemeinsam zahlreiche Workshops des Hunger Projekts besucht und gelernt, neue Geschäftsideen umzusetzen. So konnten sie ihr Familieneinkommen kontinuierlich steigern. Als verlässliche und sehr engagierte Partner des Hunger Projekts tragen sie mit großer Kreativität zur Verbesserung der Lebensbedingungen in ihrem Dorf bei.
Zur Verwirklichungen ihrer Ideen nahm Frau Mugerwa zuerst einen Mikrokredit in Höhe von etwa 100 Euro auf und besuchte die nötigen Vorbereitungskurse: „Ich habe den ersten Kredit in Geflügel investiert. Mit den Erträgen aus diesem Geschäft konnte ich mir eine Kuh kaufen und – unterstützt durch einen weiteren Kredit – das Milchgeschäft ausbauen.“ Ihre regelmäßige und pünktliche Rückzahlung der Kreditraten waren die Grundvoraussetzung dafür.
Heute haben die Mugerwas 30 Kühe, die pro Tag jeweils 20 Liter Milch produzieren. Für jeden Liter Milch erhalten sie durchschnittlich 17 Eurocent. Mit diesem Geld können sie ihre Farm führen und ihre Ausgaben decken.
Bei einem Workshop zum Thema Lebensmittelproduktion kam das Ehepaar Mugerwa auf die Idee, einen Teil seiner Gewinne in den Bau eines Getreidespeichers zu investieren. Dieser bietet genug Platz für einen Lebensmittelgroßhandel. Es können über 1.500 kg Getreide für den Verkauf darin lagern.
Die neuste Idee hatte das Ehepaar nach einem Workshop zum Thema Wasserversorgung und sanitäre Anlagen. Sie bauten einen Wasserspeicher und eine eigene Wasserversorgung für ihr Haus. Für diese Neuerung erhielten sie einen weiteren Mikrokredit. „Wir haben nun frisches, sauberes Wasser direkt im Haus. Wir sparen uns viele weite und anstrengende Wege. Die Kosten dafür waren hoch – aber es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten. Schon nach einigen Monaten hatte sich die Investition ausgezahlt“, berichtet Frau Murgewa.
Jetzt träumen sie von einer eigenen Stromversorgung mit Solar-Paneelen für ihr Haus und ihren Betrieb. Selbstverständlich bezahlen sie den Schulbesuch ihrer Kinder und möchten ihnen auch den späteren Besuch der Universität ermöglichen.
„Mein Ehemann und ich haben Hunger und Armut besiegt. Wir wollen anderen ein Beispiel sein und sie ermutigen, dass auch sie das schaffen können“, sagt Frau Mugerwa.
Weitere Beispiele und Informationen zur Arbeit des Hunger Projekts gibt es unter: www.das-hunger-projekt.de