Was muss ein Politiker tun, damit man ihm vertraut?
Die Ergebnisse der aktuellen ZEIT ONLINE- Umfrage (s. hier: >> http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-07/vertrauen-politik-demokratie) zeichnen ein erschütterndes Bild: Nur 14% der Deutschen vertrauen ihren Politikern. Unseren Volksvertreter sind in den letzten Monaten durch zahlreiche VitaminB-Affären die guten Beziehungen zu ihrem Volk abhanden gekommen.
Was besonders gefährlich ist: Nicht nur die breite Masse, auch die Eliten scheinen Ihren Repräsentanten zunehmend zu misstrauen.
Das Berliner Dictyonomie-Institut, das sich mit der Untersuchung von professionellem Beziehungsaufbau beschäftigt, hat gefragt: „Was müssen Politiker tun, um das Vertrauen zurück zu gewinnen?“
Dazu wurden 100 Unternehmer und Führungskräfte aus der Wirtschaft in Fokusgruppen und in einer online-Untersuchung befragt.
Die Ergebnisse der Dictyonomie-Studie:
– 61% wollen einen klaren Ethikkodex für Politiker.
– Nur 19% finden, dass unsere Politiker besser bezahlt werden müssen, damit sie keine Gefälligkeiten mehr nötig haben.
– 82% meinen, Vertrauen schafft man nur durch Zuverlässigkeit.
– Nur 28% erwarten Kompetenz, um Vertrauen zu haben.
– 65% sehen Vertrauen als das wichtigste Gut in Netzwerk-Beziehungen
Alexander Wolf, Leiter des Dictyonomie-Instituts:
„Unsere Studie zeigt: Die Deutschen sehnen sich nach Politikern, die alte Werte vertreten: Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Die Forderung nach einem verbindlichen Ethik-Kodex, auf den sich unsere Politiker festlegen müssen, wird immer lauter.“
Auch Dieter Kronzucker bestätigt Wolf dies in einem Interview: Der N24-Moderator hält „sehr viel davon, einem gewissen Kodex zu folgen, wenn es um Einladungen, Geschenke und Vergünstigungen von Politikern oder Journalisten geht.“
Weitere Informationen unter:
http://www.dictyonomie.de/Networking-Studie-2012/index.html