
Die Zufriedenheit der jungen Bevölkerung ist niedrig. 40 Prozent von ihnen sind mit den aktuellen Maßnahmen nicht zufrieden. Von ihnen glauben nur etwa 30 Prozent, dass die Masken sie schützen und ein Drittel der Unzufriedenen möchte sich nicht impfen lassen. Worin diese Unzufriedenheit begründet liegt, ist sehr unterschiedlich: Es halten 34 Prozent der Teilnehmer die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für zu locker. Im Gegensatz dazu finden 29 Prozent die Maßnahmen zu streng. Hier fällt auf, dass unter den AfD-Wählern knapp 63 Prozent die aktuellen Corona-Maßnahmen für zu streng halten. Ebenso fühlen sie sich durch die Maskenpflicht sowie den Lockdown am stärksten belastet. Im allgemeinen Schnitt bedeuten Social Distancing und die Schließung des Einzelhandels die stärksten Einschränkungen für die junge Bevölkerung.
Im Hinblick auf die Maskenpflicht zeigen sich weitere Trends. Mehr als zwei Drittel der Befragten tragen im Alltag auch dann eine Maske, wenn dies keine Pflicht ist. Von den Impfgegnern tragen nur 54 Prozent freiwillig eine Maske. Ein Großteil der Befragten ist von der Schutzfunktion der Masken überzeugt. Unter den Impf-Optimisten glauben 62 Prozent, das die Maske sie schützt.
Von den Bemühungen, Schulen geschlossen zu halten und arbeitende Personen ins Homeoffice zu verlagern, können 46 Prozent der Befragten profitieren. Weitere 27 Prozent lernen und arbeiten weiterhin vor Ort. Dabei zeigt sich, dass von dem jüngeren Teil, den 16- bis 18-jährigen, bereits mehr als die Hälfte von Zuhause lernt und arbeitet. Bei den 26- bis 35-jährigen ist es ausgeglichen, mit 35 Prozent vor Ort und 38 Prozent im Homeoffice.
Die Umfrage spiegelt den allgemeinen Trend hin zum Online-Einkauf deutlich wider. So gaben 40 Prozent der Personen an, im Laufe der Pandemie mehr Produkte über Online-Anbieter gekauft zu haben als zuvor. Weitere 15 Prozent kauften ausschließlich online ein. Für die Zeit nach der Pandemie hingegen planen ein Drittel der Teilnehmer, überwiegend bis ausschließlich im Einzelhandel einkaufen zu gehen.
Die Impfbereitschaft unter der jungen Bevölkerung ist mit in Summe 52 Prozent hoch.