Van Aken sieht Drohungen Frankreichs gegen Assad kritisch

Der Linken-Politiker Jan van Aken sieht die fortgesetzten militärischen Drohungen seitens von Frankreich gegen das syrische Regime um Präsident Baschar al-Assad kritisch. „Frankreich muss aufhören, jetzt diesen ganzen Prozess zu vergiften“, sagte van Aken am Donnerstag in einem Interview mit dem „Deutschlandfunk“. „Ich finde das ganz schlimm, dass die jetzt zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen den Versuch machen, diese Idee, die Vernichtung der Chemiewaffen, zu vergiften mit einer UN-Resolution, wo gleich wieder ein Militärschlag angedroht wird.“ Es seien weniger die militärischen Drohungen gewesen, die das Assad-Regime haben einknicken lassen, sondern dessen Partner Russland. „Also das Erste ist, erst mal auf Kooperation zu setzen, zu hoffen, dass die Russen Assad genug unter Druck setzen, dass der reagiert, und das Zweite ist, das technisch vorzubereiten“, sagte der ehemalige Biowaffeninspekteur der Vereinten Nationen mit Blick auf die geplante Vernichtung des syrischen Chemiewaffenarsenals. Die Vernichtung der Chemiewaffen funktioniere überdies nur mit Assad, so van Aken. „Wenn Sie sich vorstellen, dass tatsächlich möglicherweise an mehreren Standorten in Syrien diese Waffen verteilt sind, und Assad spielt nicht mit, dann haben Sie natürlich eigentlich den Einsatz von Tausenden von Bodentruppen, die sich die Gebiete freikämpfen müssen. Das funktioniert alles überhaupt nicht. Also entweder mit Assad, oder gar nicht.“