Die weltweite Versorgung der Kernkraftwerke mit
Uran ist für mindestens 100 Jahre gesichert. Das betonen kürzlich
veröffentlichte Publikationen der OECD Nuclear Energy Agency (NEA),
der International Atomic Energy Agency (IAEA) und der Euratom Supply
Agency (ESA). Basis ihrer Berechnungen sind der Bedarf in den letzten
Jahren und die Ausschöpfung der bislang bekannten und abgeleiteten
Vorkommen. Werden auch die Ressourcen berücksichtigt, die aus
indirekten geologischen Hinweisen zu vermuten sind, dann steht Uran
sogar für rund 300 Jahre zur Verfügung. Diese Schätzung
berücksichtigt noch nicht die Uran-Gewinnung aus Phosphaten und
anderen nicht-konventionellen Ressourcen. Das würde den
Nutzungszeitraum mindestens um das Doppelte verlängern. Dabei steht
der Einsatz von Uran für die Stromerzeugung nicht in Konkurrenz mit
anderen Anwendungen.
Die international breit anerkannte Laufzeit von 60 Jahren für
sichere Kernkraftwerke und die umfangreichen Neubaupläne in Asien,
Europa und Amerika werden die langfristig stabile Verfügbarkeit des
Urans nicht infrage stellen. Im Gegenteil, vielmehr wird die
steigende Nachfrage nach dem Kernbrennstoff auch die Rentabilität der
Rohstoffförderung und damit das Angebot erhöhen. Die ESA hat in ihrem
Bericht betont, dass der Kernbrennstoff Uran in einer Vielzahl von
Ländern gewonnen wird und er nur bis zu 5 Prozent der Kosten der
Stromerzeugung mit Kernenergie ausmacht. Zudem weisen die EU-Experten
daraufhin, dass die Uran-Ausnutzung etwa um den Faktor 30 steigt,
wenn die hochmodernen, noch sicheren und sehr effizienten
Kernreaktoren der Generation IV ab Mitte des Jahrhunderts weltweit
zum kommerziellen Einsatz kommen.
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