Jedes Jahr ziehen schwangere Sattelrobbenmütter an die Küsten Kanadas um ihre Jungen zur Welt zu bringen. Genauso pünktlich unterstützt die Kanadische Regierung jedes Jahr die Robbenjagd. Das Fleisch der Tiere wird durch die ansässigen Fischer verarbeitet, ihr Pelze auf dem internationalen Markt verkauft.
Die Preise für Robbenpelze sind in den letzten Jahren stark stagniert. Russland, mit 95% Marktanteil bisher größter Importeur kanadischer Robbenfelle, hat sich schließlich Europa, den USA und Mexiko angeschlossen, den Robbenpelzhandel zu unterbinden. Infolgedessen überdenken Kanadische Regierungsbeamte ihr Positionen und hinterfragen den Sinn des alljährlichen Blutvergießens.
Der Tierschutzring möchte startet aus diesem Anlass eine große Internetkampagne. Auf der Webseite des Tierschutzvereins können tierliebe Menschen ihre Unterschrift direkt unter einen vorformulierten Brief setzen oder werden an die Emailadresse des Kanadischen Premierministers Stephen Harper weitergeleitet. Zusätzlich betreuen ehrenamtliche Mitarbeiter des Tierschutzrings zahlreiche Informationsstände in deutsche Fußgängerzonen um weitere Unterschriften zu sammeln und eine breite Öffentlichkeit zu erreichen.
Alle Unterschriften sollen Ende des Jahres 2012 vor der kanadischen Botschaft übergeben werden. Vereinsvorsitzender Falko Busch hofft auf eine rege Beteiligung: „Nur wenn das Thema Robbenmord in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt wird, können wir politischen Druck aufbauen und dieses überflüssige Blutbad endlich beenden.“
Einen wirtschaftlichen Nutzen bringt die Jagd kaum. Der Handel mit Robbenprodukten macht lediglich 1% der Wirtschaft Neufundlands aus. Um den einheimischen Fischern trotzdem eine finanziell attraktive Alternative zu bieten, erarbeitet der Tierschutzring Konzepte für umweltfreundlichen Ökotourismus.
Tierliebe Menschen können die Petition auf dieser Seite unterschreiben:
http://www.tierschutzring.de/online-petition.html
Weitere Informationen unter:
http://www.tierschutzring.de/online-petition.html