Übergangslose Unicast- und Broadcast-Dienste zur Bewältigung des wachsenden mobilen Video- und TV-Datenverkehrs

Die Auslagerung von massenrelevantem Video- und TV-Datenverkehr von Mobilfunknetzen auf Broadcast-Netze führt, einem jetzt veröffentlichten White Papers des bmcoforum zufolge, zur Optimierung der Investitionen der Mobilfunknetzbetreiber.

Berlin, 6. Mai 2010

In den nächsten Jahren wird der mobile Datenverkehr dramatisch anwachsen. Den Hauptanteil stellen dabei Video- und Fernsehinhalte.
Um diesem Trend gerecht zu werden, müssen die Mobilfunknetzbetreiber in weitere Übertragungskapazitäten investieren. Die zukünftige mobile Nutzung von Videos und TV bestimmt wesentlich die Höhe dieser Investitionen, da die Nutzung dieser Inhalte durch hohe Spitzenlasten in den Hauptverkehrszeiten und eine höhere Konzentration der TV-Nutzung im Vergleich zu anderen mobilen Datenanwendungen geprägt ist.
Die Nutzung von Video- und TV-Inhalten ist sowohl geprägt durch den gleichzeitigen massenhaften Konsum von Live-TV, aktuellen Nachrichten und Top-Videos, als auch durch die Nutzung von weniger nachgefragten Fernsehkanälen, den Abruf von Videos mittels Streaming und das Herunterladen von Videos.
Unicast-Netze können Teile der Datenlast gut bewältigen, insbesondere die weniger nachgefragten Fernsehkanäle, den Abruf von Videos mittels Streaming und das Herunterladen von Videos. Der wesentliche Vorteil von Broadcast-Netzen besteht darin, dass im Versorgungsgebiet eine unbegrenzte Anzahl von Nutzern ohne Versorgungsrisiko bedient werden kann. Berechnungen zeigen, dass für ein angenommenes Versorgungsgebiet ein Broadcast-Netz für massenrelevante Inhalte ein vergleichbares Unicast-Netz um 30% der gesamten Datenlast und um 60% der TV- und Videolast reduzieren kann.
Obwohl sich die monatlichen Kosten pro Nutzer eines Unicast-Netzes bis 2015 stark reduzieren werden, bleiben die monatlichen Kosten pro Nutzer eines Broadcast-Netzes immer noch eine Größenordnung niedriger. Und mit steigender Dienstdurchdringung reduzieren sich die Kosten pro Nutzer des Broadcast-Netzes immer mehr. Deshalb ermöglichen übergangslose Unicast- und Broadcastdienste den Dienste- und Netzanbietern, den Übertragungsweg sowohl unter Dienstbereitstellungs- als auch unter Kostenaspekten am effektivsten zu nutzen.
Für den Nutzer heißt übergangsloser Unicast- und Broadcastdienst, dass er sich nicht um Dienstbereitstellungsaspekte kümmern muss, sondern sich auf den Konsum der Inhalte und Dienste konzentrieren kann.
Zur Umsetzung übergangsloser Unicast- und Broadcastdienste ist ein Zusammenwirken von Inhalteanbietern, Mobilfunknetzbetreibern und mobilen Braodcastnetz- und ?Dienstebetreibern erforderlich, das sowohl eine Risiko-, als auch Gewinnbeteiligung ermöglicht. Diese Herausforderung erfordert standardbasierte Lösungen, die es den Dienstanbietern ermöglicht, die Kosten und Leistungsvorteile von Unicast- und Broadcast-Zugangsnetzen durch elegante Dienstindikations- und Umschaltmöglichkeiten zu erschließen.
Das bmcoforum beabsichtigt, Richtlinien für solche hybriden Unicast/Broadcast-Umsetzungen zu entwickeln.
Das vollständige White Paper, das weitere Argumente und Fakten hierzu enthält, steht unter www.bmcoforum.orgzum Download zur Verfügung.
Unter www.bmcoforum.orgsind zu diesem Thema auch die Vorträge des vom bmcoforum am 5. Mai 2010 in Berlin veranstalteten Workshops „Developing Mass Markets for Mobile Video/TV Consumption? verfügbar.

Ãœber das bmcoforum:
Das bmcoforum ist die weltweit führende Interessengemeinschaft der Industrie zur Förderung eines Massenmarktes für mobile Mediennutzung. Dazu optimiert das bmcoforum den Technologiemix und die Geschäftsmodelle und bringt Marktteilnehmer aus allen Teilen der Wertschöpfungskette zusammen.

bmcoforum Kontakt:
Prof. Dr. Claus Sattler
Executive Director
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