Ãœber 9,4 Millionen Kriegstote im Ersten Weltkrieg – über 70 Millionen Kriegstote im Zweiten Weltkrieg

Ãœber 9,4 Millionen Kriegstote im Ersten Weltkrieg    –     über 70 Millionen Kriegstote im Zweiten Weltkrieg
TRIANOmedien-Filme „Unsere Kinder-Jahre in den 30ern und 40ern“ sind Zeitreisen für Kriegskinder
 

Auf dreierlei Art und Weise formt er ihn um:

1) Der Staatsfeiertag erhält ein neues Etikett. Hitler hat während seiner komfortablen Haft in Landsberg unter anderem intensiv die Wirk- und Gestaltmechanismen der amerikanischen Markenartikel-Werbung studiert. „Volkstrauertag“ klingt passiv und depressiv. Das läßt sich auch positiv ausdrücken: „Heldengedenktag“.

Der Nationalsozialismus, wie jedes totalitäre System, möchte sich „aktiv“ darstellen. Möchte so eine „Neue Zeit“, eine Aufbruchstimmung inszenieren. Möchte so besonders auf die junge Generation attraktiv wirken: Helden klingt insofern besser als Trauer.

2) Es wird fürderhin nicht nur der gefallenen deutschen Soldaten des ersten Weltkrieges gedacht, sondern auch die 16 toten NSDAP-Putschisten vom Marsch auf die Feldherrnhalle am 9. November 1923 werden den 2.029.000 toten Soldaten des ersten Weltkrieges hinzugefügt.

3) Der neue Volkstrauertag wird nach allen Regeln der politischen Kunst der Nationalsozialisten inszeniert. Reichspropagandaminister Dr. Joseph Goebbels zeichnet dafür verantwortlich. Staffage sind Angehörige der Wehrmacht und die NSDAP.

Am Sonntag, den 25. Februar 1934, wird der bisherige Volkstrauertag auf Hitlers Geheiß erstmalig als „Heldengedanktag“ gefeiert.

Gleichzeitig werden an diesem Tag etwas über eine Million an NSDAP-Funktionären auf Adolf Hitler eingeschworen. Vier Monate vor der Nacht der langen Messer anläßlich des angeblichen „Röhm-Putsches“ will der mißtrauisch-ängstliche Hitler, daß sich seine Amtswalter fügen.

Diese Unterwerfung gibt ihm ein Gefühl der Sicherheit. Er verspricht an diesem 25. März 1934 eine Volksabstimmung pro Jahr.

Eines seiner zahlreichen Versprechen, das er nicht einhalten wird.

Die weitere Entwicklung des Heldengedenktages:

Mit der Eingliederung von Österreich Mitte März 1938 wird auch zusätzlich der 1.100.000 gefallenen österreichischen Weltkriegs-Soldaten gedacht.

Ab 1939 findet der Heldengedenktag jeweils am 16. März statt. Der letzte Heldengedenktag findet am Freitag, den 16. März 1945 keine zwei Monate vor dem Zusammenbruch des Großdeutschen Reichs statt.

Im Verlauf des ersten Weltkriegs sind insgesamt rund 9.442.000 Soldaten gefallen.

Im Verlauf des ersten Weltkriegs sind rund 3.046.000 deutsche und österreichische Soldaten gefallen

Im Verlauf des zweiten Weltkriegs sterben 5.180.000 deutsche und österreichische Soldaten und 1.170.000 deutsche und österreichische Zivilisten.

Im Verlauf des zweiten Weltkriegs werden insgesamt rund 70 Millionen Menschen durch Kriegseinwirkungen oder Kriegsverbrechen getötet werden. Weitere 5 bis 10 Millionen werden nach Kriegsende an den Folgeerscheinungen sterben.

Das sind mehr als ACHT Mal so viel Kriegstote wie noch im ersten Weltkrieg.

Ab 1943 waren Todesanzeigen die wichtigsten Anzeigen in deutschen Tageszeitungen. Galt bis Anfang der 40er Jahre Schwarz als die Kleidungsfarbe vieler alter Menschen, vor allem alter Frauen. So wurde Schwarz ab etwa 1943 geradezu zur Alltagsfarbe im Deutschen Reich. Die immer zahlreicheren Witwen trugen schwarz.

In der SBZ entstand sehr bald nach Kriegsende ein neuer Einparteienstaat mit einer neuen Diktatur. Bald gab es dort anstelle des Volkstrauertages einen eigenen neuen Gedenktag. Wie schon der nationalsozialistische „Heldengedenktag“ betont auch dieser DDR-Gedenktag den Kampf als zentrales Thema:

„Der internationale Gedenktag für die Opfer des faschistischen Terrors und Kampftag gegen Faschismus und imperialistischen Krieg“.

Der Arbeiter- und Bauernstaat hat nicht daraus gelernt, daß eine Instrumentalisierung der Trauer zu einem Kampfthema noch zu mehr Toten führen kann.

In den Jahrgangs-, Kinder- und Jugend-Jahre Filme von TRIANOmedien können Sie auch den Alltag in den 30er und 40er Jahren aus Sicht der damals jungen Generation sehen. In den Vorkriegsjahren, im Krieg und in der Nachkriegszeit. Sie erleben, wie die Kriegskinder und Jugendlichen damals das Dritte Reich erlebten, und – wenn sie denn Glück hatten – Krieg, Verfolgung, Zusammenbruch und die bitterarme Nachkriegszeit überstanden.

Wie sie in Krieg und Nachkriegszeit von der Hoffnung auf wieder bessere Zeiten beseelt waren. Wie sie in ihrer eigenen fragilen kleinen Welt lebten, während viele erwachsene Frauen um sie herum schwarz trugen.

Die Jahrgangs-, Kinder- und Jugend-Jahre Filme von TRIANOmedien sparen Aufnahmen von Kämpfen und Kriegsgreueln aus. Sie verzichten auf Geräusche wie Luftschutz-Sirenen, Bomber-Dröhnen und die Aufschlagsexplosionen von Bombenteppichen.

Die Jahrgangs-, Kinder- und Jugend-Jahre-Filme von TRIANOmedien sind aus zeitgenössischen privaten Filmaufnahmen entstanden. Sie verzichten vollständig auf offizielle Aufnahmen wie beispielsweise der damaligen Wochenschauen oder Propaganda-Filme. Die TRIANOmedien-Filme zeigen das, was offiziell nicht gefilmt wurde. Die TRIANOmedien-Filme zeigen zudem das, was offiziell nicht gefilmt werden durfte. Die TRIANOmedien-Filme sind ganz nah am Leben dran. Es sind bislang unveröffentlichte Original-Filmaufnahmen aus privater Hand. Oftmals sogar in Farbe.

Vielleicht gehören Sie derselben Altersgeneration an. Dann werden Sie sich beim Anblick der Kinder und Jugendlichen vielleicht manchmal fragen, was aus denen wohl geworden ist

Auf der Produktionsseite von www.TRIANOmedien.de finden Sie zu jedem Geburtsjahrgang zwischen 1920 und 1976 Filme. Zu jedem Jahrgang finden Sie dort Trailer-Vorschauen. Sie bieten Ihnen einen Einblick in die vergangene Kindheit und Jugend der Jahrgänge 1920 bis 1976.