Trinkwasser wird Menschenrecht / WWF begrüßt UN-Resolution als „Schritt in die richtige Richtung“

Ãœber 1 Milliarde Menschen haben bereits heute
keinen oder keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Wachsende Bevölkerungszahlen und schlechtes Management der
Wasserressourcen verschärfen die Situation kontinuierlich. „Wir
befinden uns zunehmend in einer weltweiten Wasserkrise. Daher war es
höchste Zeit den Zugang zu sauberem Trinkwasser für alle Menschen auf
der Erde in einer UN-Resolution zu verankern“, sagt Dorothea August,
WWF-Expertin für Wasserressourcenmanagement. „Das Menschenrecht auf
sauberes Wasser weltweit ist ein großer Schritt. Damit wird auch die
Verantwortung für das Management der natürlichen Wasserressourcen neu
und erweitert verankert. Wer allen Menschen Zugang zu sauberem
Trinkwasser ermöglichen will, kann dies nur durch den Schutz der
Wasser-Ökosysteme erreichen.“

Besonders wichtig sei es, so der WWF, dass Gewässer und
Wasserressourcen endlich grenzüberschreitend gemanagt und
bewirtschaftet würden. „Nur intakte Ökosysteme können die für uns
Menschen überlebensnotwendigen Dienstleistungen erbringen“, sagte
August. Die jetzt verabschiedete UN-Resolution dürfe daher nur ein
erster Schritt sein. „Wir brauchen völkerrechtlich verbindliche
Resolutionen und endlich eine Umsetzung der Internationalen
UN-Konvention zu einem grenzübergreifenden Management von
Wasserressourcen“, fordert WWF-Expertin August. Diese UN-Konvention
ist als rechtlich bindender Rahmen für die Bewirtschaftung
grenzüberschreitender Süßwasservorkommen, wie etwa Flüsse, Seen oder
Grundwasser gedacht, wurde allerdings bis heute nicht ratifiziert.

Obwohl unser Planet zu mehr als 70 Prozent damit bedeckt ist, wird
Wasser zunehmend ein knappes Gut. Denn gerade mal drei Prozent dieser
gewaltigen Mengen sind Süßwasser, und wiederum nur ein Drittel davon
ist für die menschliche Nutzung erreichbar.

Pressekontakt:
WWF World Wide Fund For Nature
Roland Gramling
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E-Mail: Roland.Gramling@wwf.de