Thüringer Allgemeine: Kommentar zur Parteienkonstellation

Die Schwäche des schwarz-gelben Regierungslagers
und die Stärke der Linke in aktuellen Umfragen kommentiert die in
Erfurt erscheinende „Thüringer Allgemeine“ (Freitagsausgabe):

„Das Pendel der Wählermeinung schlägt derzeit extrem zugunsten von
SPD, Grünen und Linken aus. Nachdem die drei in einer Konstellation
der Duldung in NRW das wirtschaftlich stärkste Bundesland übernahmen,
könnte ein Bündnis von ihnen beherrschend werden. Doch gemach. Die
Stärke des linken Lagers basiert nicht auf eigener Kraft, sondern der
Schwäche der politischen Konkurrenz. So ließen keinesfalls brillante
Gegenvorschläge von SPD und Grünen die Schwarz-Gelben in der
Sonntagsfrage auf 22 Prozent abstürzen. Dies vollbrachten Union und
FDP durch ihre öffentlich vorgetragenen Zerfleischungen höchst
selbst. Man kann sich nur an den Kopf greifen, wie eine Regierung,
die Deutschland im Vergleich mit vielen anderen EU-Ländern relativ
komfortabel über die größte Krise der Nachkriegszeit führte, ihr
Ansehen derart ruinierte.“

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