Thüringer Allgemeine: Kommentar zum Elterngeld

Die geplante Kürzung des Elterngeldes für
Geringverdiener kommentiert die in Erfurt erscheinende „Thüringer
Allgemeine“ (Samstagsausgabe):

„Alle, die sich abstrampeln, um ihren geringen Verdienst mit einem
zusätzlichen Minijob aufzubessern, bekommen vom
Bundesfamilienministerium gleich doppelt einen Schlag mitten ins
Gesicht. Einmal soll die zusätzliche Einnahme nicht länger
angerechnet werden beim Bemessen von Elterngeld. Obendrein begründet
die zuständige Ressortchefin Kristina Schröder die Streichung mit der
Faulheit der Betroffenen. Indem sie also die zusätzliche Aktivität
bei der Jobsuche geradezu abstraft, will sie angeblich einen Anreiz
schaffen, dass arbeitsfähige Hilfeempfänger sich intensiver umsehen
auf dem Arbeitsmarkt. Das begreife, wer wolle. Das Einzige, was sich
erschließt, ist die Absicht der Ministerin, den ärmsten Familien das
meiste Geld wegzunehmen. Schwarz-Gelb will es offenkundig darauf
anlegen, als Wespenfarbe vornehmlich die sozial Schwächsten zu
schrecken.“

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