Tageszeitungen: Verlegerpräsident kündigt harte Tarifrunde an

Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, hat eine harte Gangart in der bevorstehenden Tarifrunde für Redakteure an Tageszeitungen angekündigt. Im Interview mit dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) fordert er unter anderem eine regionale Differenzierung des Tarifvertrages und Einschnitte bei den Gehaltssteigerungen nach Berufsjahren. "Die goldenen Zeiten sind vorbei", sagte Heinen und betonte, dass angesichts der Krise

Zeitung: Gruner + Jahr baut Vorstand um

Nur ein halbes Jahr nach dem Abschied von Bernd Buchholz wird der Vorstand von Gruner + Jahr einem Medienbericht zufolge nochmals radikal umgebaut. Dies will der Aufsichtsrat von Gruner + Jahr nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" an diesem Mittwochnachmittag beschließen. Die Vorstandsmitglieder Torsten-Jörn Klein (Ausland) und Achim Twardy (Finanzen) müssen demnach den Zeitschriftenverlag verlassen. Julia Jäkel, die erst im September in den Vors

Papst-Wahl: Thierse rügt Medien-Berichterstattung

Der Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hat die Berichterstattung der Medien über die Papst-Wahl gerügt. "Da war viel falsche Effekthascherei dabei. Dieses Dauergequatsche über wilde Spekulationen hat mich gestört", sagte Thierse der "Saarbrücker Zeitung" (Freitagausgabe). Der SPD-Politiker hoffe, dass jetzt wieder die "gelassene, sachliche Berichterstattung" in den Vordergrund trete. "Und dass man bei den Medien begreif

Bundespressekonferenz rügt „Spiegel“ wegen Vertrauensbruchs

Die Bundespressekonferenz (BPK) will am Mittwoch eine öffentliche Rüge gegen den "Spiegel" aussprechen, meldet die "Welt" in ihrer Online-Ausgabe am Dienstag. Grund ist, dass Redakteure des Nachrichtenmagazins über ein vertraulich eingestuftes Hintergrundgespräch mit Verfassungsgerichtspräsident Andreas Voßkuhle berichtet haben sollen. Das verstößt gegen Paragraf 16 der Satzung der BPK, wonach Mitglieder aus dem Verein der Hauptstadtp

CSU-Internetexpertin: Leistungsschutzrecht schafft „zusätzliche Rechtsunsicherheit“

CSU-Netzexpertin Dorothee Bär hat das vom Bundestag verabschiedete Leistungsschutzrecht als überflüssig attackiert. "Ich habe gegen das Leistungsschutzrecht gestimmt, weil ich das Gesetz für unnötig halte und es zusätzliche Rechtsunsicherheit schafft", sagte Bär der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Auch sei "völlig unklar" formuliert, wie lange künftig Anrisse von Texten sein dürften, ohne dass die Verleger

Grüne: Leistungsschutzrecht schadet der Allgemeinheit

Malte Spitz, Mitglied des Bundesvorstandes der Grünen, kritisiert das am heutigen Freitag im Bundestag verabschiedete Leistungsschutzrecht und nennt es ein "Gesetz zum Schaden der Allgemeinheit". Das Gesetz schaffe Rechtsunsicherheit und drohe Innovationen im Internet zu hemmen, sagte Spitz am Freitag in Berlin. Das durch die Stimmen der Regierungsfraktionen angenommene Gesetz verpflichtet Suchmaschinen wie Google, für längere Textausschnitte aus Zeitungsartikeln, die si

Gerold-Stiftung zufrieden mit Verkauf der „Frankfurter Rundschau“

Die linksliberale Karl-Gerold-Stiftung, bis 2004 alleinige Eignerin der traditionsreichen Tageszeitung "Frankfurter Rundschau", ist "nicht glücklich, aber zufrieden" mit dem Erwerb des Blattes durch die "FAZ". Das sagte Stiftungsvorstand Wolfgang Lauth der Tageszeitung "Neues Deutschland". Derzeit hält die Stiftung noch zehn Prozent der Anteile. Die "Wächterfunktion", die man habe, wolle man beibehalten. Wenn man von den neuen Eige

Kartellamt genehmigt Ãœbernahme der „Frankfurter Rundschau“ durch die FAZ

Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der insolventen "Frankfurter Rundschau" durch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" genehmigt. Das teilte die Behörde am Mittwoch in Bonn mit. Die Übernahme warf laut Kartellamt im Hinblick auf die deutschlandweiten Leser- und Anzeigenmärkte keine "fusionskontrollrechtlichen Bedenken" auf. Problematisch waren demgegenüber die regionalen Leser- und Anzeigenmärkte im Raum Frankfurt/Rhein-Main, auf den

Zeitung: Koalition gibt Google beim Leistungsschutzrecht nach

Im mehrjährigen Ringen um die Verwendung von Presseerzeugnissen durch Suchmaschinenbetreiber stehen die deutschen Zeitungsverlage vor einer schweren Niederlage. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" unter Berufung auf Koalitionskreise. Demnach soll ein Gesetzentwurf zum Leistungsschutzrecht an entscheidender Stelle umformuliert werden. Demnach könnten Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google, nun doch kostenfrei Texte von Presseverlagen bei ihren Suchausgaben anzeigen. &quo

Krings widerspricht Kauder im Streit um Leistungsschutzrecht

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hält nach Angaben des stellvertretenden Vorsitzenden der Fraktion, Günter Krings (CDU), an einem Leistungsschutzrecht für Verlage fest. Krings ging damit gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z./Montagsausgabe) auf Distanz zum Vorsitzenden des Rechtsausschusses, Siegfried Kauder (CDU), der geäußert hatte, er könne dem geplanten Gesetz nicht zustimmen, da es etwa gegen das in der Verfassung verankerte Grundrecht auf I