Misstrauensantrag gegen griechische Regierung eingebracht

Die größte Oppositionspartei im griechischen Parlament, Syriza, um den Linkspolitiker Alexis Tsipras hat einen Misstrauensantrag gegen die Regierung des Ministerpräsidenten Samaras gestellt. Am Abend werde über den Antrag abgestimmt. Das Parlament in Athen hat 300 Sitze, die regierende Koalition kontrolliert davon 155, Samaras reagierte dennoch gelassen auf den Antrag. Grund für den Antrag ist die Schließung des staatlichen Rundfunksenders ERT vor fünf Monate

Ex-Fed-Chef Alan Greenspan: „Der Euro ist nur mit einer politischen Union zu retten“

Alan Greenspan, langjähriger Chef der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed), hegt schwere Zweifel an der Zukunft des Euros. "Der Euro ist nur mit einer politischen Union zu retten", sagte Greenspan der "Welt am Sonntag". Er glaube nicht daran, dass ein gemeinsamer Wirtschafts- und Währungsraum auf Dauer funktionieren könne, wenn er aus 17 Ländern mit 17 unterschiedlichen Sozialsystemen bestehe. Denn ein Land, welches keine Kontrolle über sein eigenes B

Wirtschaftsministerium wehrt sich gegen Kritik an Exportstärke

Das Bundeswirtschaftsministerium wehrt sich gegen die internationale Kritik an Deutschlands hohem Leistungsbilanzüberschuss. "Das Wirtschaftsministerium hält die Kritik für nicht nachvollziehbar", heißt es in einer internen Analyse, die der "Welt" vorliegt. Die Kritiker würden einige Punkte "übersehen". Zuletzt war Deutschland wegen seiner Exportstärke immer stärker unter Beschuss geraten. Unter anderem die USA hatten Deutsch

Portugals Präsident will „OMT-Programm“

Portugals Staatspräsident Aníbal Cavaco Silva hat die Europäische Zentralbank (EZB) aufgefordert, ihr umstrittenes OMT-Programm in der Praxis zum Einsatz zu bringen. "Ich habe den Eindruck, als scheue die EZB davor zurück, dieses Instrument anzuwenden, das angekündigt wurde in einer Rede in London im August des vergangenen Jahres", sagte Silva nach einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe) vor deutschen Journalisten in Lissabon. Er

Grillo warnt EU vor Eingriff in Deutschlands Exportpolitik

Angesichts wachsender Kritik an der Exportstärke Deutschlands, warnt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor neuen Eingriffen und Vorschriften aus Brüssel. In einem Interview mit der "Bild-Zeitung" (Freitagausgabe) sagte BDI-Präsident Ulrich Grillo: "Ich bin entsetzt, wie unsachlich teilweise über die deutsche Exportstärke geurteilt wird. Deutsche Firmen verkaufen ihre Waren in andere Länder, weil sie dort nachgefragt werden." Je mehr

Studie: Schwellenländer sind Neuland für viele deutsche Firmen

Das Wachstum in Europa bleibt schwach und Schwellenländer gewinnen stark an Bedeutung für deutsche Unternehmen. Doch viele Firmen drohen hinter ihrem Potenzial zurückzubleiben. Das legen die Ergebnisse einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger nahe, die der "Welt" exklusiv vorliegt. "Nur eine von vier Firmen gibt an, die Kundenbedürfnisse in den Schwellenländern im Detail zu kennen", sagte Oliver Knapp, Partner bei Roland Berger. "Sie l

Griechenland plant „spartanische EU-Präsidentschaft“

Die griechische Regierung will angesichts der Finanzkrise ihres Landes mit sehr geringen Mitteln auskommen, wenn sie am 1. Januar die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt. "Es wird eine spartanische Präsidentschaft werden", sagte der für die Koordinierung der Arbeiten zuständige stellvertretende Außenminister Dimitris Kourkoulas der "Welt am Sonntag". "Unsere Gäste werden alles bekommen, was sie brauchen, und es wird so schön hier sei

KfW-Chefökonom warnt vor Dauerstagnation in Deutschland

Das Wirtschaftswachstum in Deutschland könnte dauerhaft dramatisch niedriger ausfallen als gewohnt. Davor warnt Jörg Zeuner, der Chefvolkswirt der KfW-Bankengruppe, in einem Gastbeitrag für die "Welt am Sonntag". Zeuner präsentiert in dem Beitrag die Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Untersuchung der KfW. Danach könnte das sogenannte Potenzialwachstum im Zuge der demografischen Alterung von heute 1,4 auf 0,2 Prozent pro Jahr zurückfallen. &quot

ESM-Tochter soll auch Banken außerhalb der Euro-Zone retten

Dem Euro-Rettungsfonds ESM steht möglicherweise eine größere Umstrukturierung bevor. Die Euro-Finanzminister erwägen, die Banken-Rettung in eine ESM-Tochtergesellschaft zu verlagern. Die ESM-Tochter solle dann für die Banken sowohl inner- als auch außerhalb der Euro-Zone zuständig sein, erfuhr das "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe) aus diplomatischen Kreisen in Brüssel. Ziel sei es, Nicht-Euro-Staaten in die europäische Bankenunion einzube

Eurogruppenchef Dijsselbloem: Rezession in Spanien vorbei

Der Vorsitzende der Gruppe der Euro-Finanzminister, Jeroen Dijsselbloem, hat sich zuversichtlich über die wirtschaftliche Entwicklung Spaniens gezeigt. "Die Rezession scheint vorbei zu sein. Und jedenfalls hat Spanien das Vertrauen der Märkte zurückgewonnen", sagte er in einem Interview mit vier europäischen Zeitungen, darunter der F.A.Z. Das habe sehr viel mit der Stärke der aktuellen Regierung zu tun, die entschlossen daran arbeite, die spanische Wirtschaft w