Schäuble: Zweites „Lehman“ unwahrscheinlich

Fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise hält Bundesfinanzminister Wolfang Schäuble (CDU) ein zweites "Lehman Brothers" für unwahrscheinlich: "Eine einzelne Bank könnte heute nicht mehr das ganze System zum Einsturz bringen. Dafür haben die Banken inzwischen Vorsorge getroffen und die Politik dementsprechende Leitplanken eingezogen", sagte Schäuble in einem Interview mit der "Welt am Sonntag". Die Institute hätten zwar zum Tei

EU-Kommissarin Reding weist Schuldenschnitt-Forderungen für Athen zurück

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Viviane Reding, hat Forderungen nach einem Schuldenschnitt für Griechenland zurückgewiesen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für ihren Kurs in der Staatsschuldenkrise gelobt. "Ein Schuldenschnitt wäre genau der falsche Weg. Denn Schuldenschnitt heißt ja, ich kann Schulden machen und brauche sie nicht zurückzuzahlen", sagte Reding am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow "Maybrit Illner&qu

Deutschland exportiert im Juli Waren im Wert von 93,4 Milliarden Euro

Im Juli 2013 hat Deutschland Waren im Wert von 93,4 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 77,3 Milliarden Euro eingeführt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sind die deutschen Ausfuhren im Juli 2013 nahezu unverändert, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Die Einfuhren waren im Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum demnach um 0,9 Prozent höher. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und

Eurogruppen-Chef: Griechenland benötigt weitere Hilfen

Der Chef der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem, geht davon aus, dass Griechenland im kommenden Jahr ein weiteres Rettungspaket benötigen wird. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass Griechenland am Ende des laufenden Programms weitere Unterstützung benötigen wird", sagte er am Donnerstag vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments. Die Eurogruppe habe bereits signalisiert, dass sie zu einer solchen Unterstützung Griechenlands bereit wäre, bis

Studie: Zwei Drittel der Deutschen fürchten hohe Kosten der Euro-Krise

Laut einer Studie des Versicherungsanbieters R+V fürchten mit 68 Prozent über zwei Drittel der Bundesbürger, dass letztendlich sie die Kosten der Euro-Krise schultern müssen. Ebenfalls hoch bleibt mit 53 Prozent die Furcht, dass die Schuldenkrise den Euro gefährden könnte. Im Vorjahr hatten noch 65 Prozent befürchtet, dass die Schuldenkrise die europäische Währung gefährden könnte. Mit 49 Prozent hat zudem fast jeder zweite Deutsche Angst da

Lucke: Bundesregierung bleibt bei Griechenland-Rettung bei „Salamitaktik“

Bernd Lucke, Sprecher der Alternative für Deutschland (AfD), hat der Regierung um Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vorgeworfen, bei der Rettung Griechenlands weiterhin eine "Salamitaktik" zu verfolgen. "Es bleibt bei der Salamitaktik der Bundesregierung. Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt, weiß schon lange, dass Griechenland auch im kommenden Jahr wieder Hilfen benötigen wird", sagte Lucke mit Blick auf Äußerungen von Bundesfinanzminis

„Handelsblatt“: Irland braucht noch einmal Hilfe von der Euro-Zone

Nicht nur Griechenland, sondern auch Irland braucht voraussichtlich ein weiteres Darlehen von der Euro-Zone. Irland benötige ein "Sicherheitsnetz", wenn es sich ab Januar 2014 wieder an den Finanzmärkten finanziere, erfuhr das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe) aus Kreisen der EU-Kommission. Es werde deshalb erwogen, dass der Euro-Rettungsschirm ESM Irland einen sogenannten Vorsorge-Kredit gewährt, heißt es. Dabei handele es sich um eine Stand-by-Kreditlini

Neuer Ökonomen-Aufruf rechnet mit EZB-Politik ab

Ein neuer Ökonomen-Aufruf rechnet mit der Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Das Schreiben des Mannheimer Geldpolitik-Professor Roland Vaubel, das der "Welt" vorliegt, ist eine Art Gegenaufruf zu dem vor wenigen Wochen veröffentlichen Aufruf von Marcel Fratscher, dem Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Fratzscher hatte darin das Staatsanleihen-Aufkaufprogramm OMT verteidigt. "Die Anleihekäufe der EZB sind re

Westerwelle: Jetzt keine neuen Hilfspakete für Griechenland ankündigen

Außenminister Guido Westerwelle hat davor gewarnt, Griechenland vorschnell neue Hilfen in Aussicht zu stellen. "Wir dürfen in Europa einfach nicht in die alte Schuldenpolitik zurückfallen", sagte der FDP-Politiker der "Welt". "Deshalb lehne ich den Vorschlag der Opposition für Eurobonds ab, und ich rate davon ab, neue Hilfspakete anzukündigen, bevor die schwierigen Reformen in den Schuldenstaaten umgesetzt sind. Das würde den Reformelan vor

Bundesbank-Vorstand kritisiert mangelnde Reformen nach der Lehman-Pleite

Fünf Jahre nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ist das Weltfinanzsystem noch immer gefährdet. "Wir wären gegen eine Kettenreaktion kaum besser geschützt als vor fünf Jahren", sagte Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Viele Reformen würden zu langsam umgesetzt. "Es scheint, als ob die Politik vergisst, wie tief Lehman und die Verwerfungen danach das Vertrauen in die Marktwirtschaft ersch